Acht Leben durch den achten Jahrgang

Bremer Schueler sammeln ueber 400 Euro fuer Leprakranke

Bremer Schüler sammeln über 400 Euro für Leprakranke


Genau 428,99 Euro haben 44 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule West für Leprapatienten in Entwicklungsländern gesammelt. Das Geld fließt in die Hilfsprojekte der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) und wird acht Leprapatienten eine Behandlung zu ermöglichen.

(Bremen, im Januar 2009). Die Behandlung eines Patienten kostet im Durchschnitt 50 Euro. Das haben die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs im Unterricht gelernt. Dabei sind sie auf die Idee gekommen, Spenden für die Menschen zu sammeln, die von dieser Krankheit betroffen sind.

„Was ist Dir ein Lächeln wert“ steht auf dem Plakat unter dem Bild eines lächeln-den Kindes. Das Kind auf dem Plakat stammt aus einem Hilfsprojekt der DAHW in Indien und kann wieder lächeln, seit ihr Vater von Lepra geheilt wurde. Den Schülerinnen und Schülern war dies ein Ansporn, trotz Regen, Kälte und steifer Brise zwei Stunden lang in der Innenstadt um Spenden zu bitten.

Zusätzlich haben die Jugendlichen den Spendern Leprastifte angeboten – „Stifte die wirken“: Der Erlös aus dem Verkauf der Stifte geht ebenfalls in die Hilfsprojekte der DAHW. Insgesamt 34 Päckchen mit jeweils vier Stiften haben die Besucher der Innenstadt an diesem Tag gekauft.

Schüler sammeln in der Innenstadt
Stifte haben in der Leprahilfe eine besondere Bedeutung: Sie sind das einfachste Hilfsmittel, um auch in den entlegensten Dörfern eine erste Diagnose zu stellen. Wenn ein Patient an einer verdächtigen Hautstelle den Unterschied zwischen spitzer und stumpfer Seite des Stiftes nicht mehr spüren kann, muss in einem Krankenhaus genauer untersucht werden.

Diese und weitere Informationen rund um die in Deutschland längst vergessene Krankheit haben die Schüler den oft erstaunten Bremern geben können. Schirmherr der Aktion war Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen.


Möchten auch Sie mit Ihrer Klasse/Schule etwas Gutes tun? Dann nehmen Sie Kontakt auf zu unserer Bildungsreferentin Renate Reichelt.

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