"Jetzt können wir Leprapatienten retten!"

Schüler der Grundschule Theilheim freuen sich über die gesammelten Spenden

"Seht her, wieviel wir gesammelt haben!" Foto: Ludwig / DAHW

Grundschüler aus Theilheim sind von ihrem Sammelergebnis begeistert


Strahlende Kinderaugen, große und kleine Sammelbüchsen und erwartungsfrohe Gesichter. Die Stimmung in der Grundschule Theilheim kurz vor den Sommerferien hätte nicht besser sein können. Zu Recht: Die Kinder konnten ein stolzes Ergebnis vorweisen.

Feuer und Flamme

Sie hatten für leprakranke Menschen 730 Euro gesammelt und erwarteten nun Maria Hisch. Die Bildungsreferentin der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe hatte sie Anfang Juni besucht und ihnen von Menschen mit Lepra und der Arbeit der DAHW in den Projektländern erzählt. „Die Dritt- und Viertklässler haben toll mitgemacht“, sagt Klassenleiterin Angela Prell. „Im Anschluss an den Vortrag waren die Kleinen Feuer und Flamme, den kranken Menschen zu helfen.“ Und was passte dazu besser, als Kuchen zu backen und zu verkaufen? Zu einem Euro pro Stück wurden die Köstlichkeiten Anfang Juni in der Schulaula verkauft. Rosalie ist stolz: „Muffins durfte ich selbst backen und den Marmorkuchen gemeinsam mit der Mama“, betonte die 8-Jährige.

Schüler der Grundschule Theilheim mit DAHW-Sammeldosen

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Theilheim freuten sich mit ihrer Lehrerin Angela Prell über das Sammelergebnis.

Gut aufgepasst!

Daniel, Elias und Nico waren mit den Sammeldosen im Theilheimer Neubaugebiet unterwegs. „Wir sind von Haus zu Haus gelaufen. Bis auf zwei Personen waren alle supernett zu uns.“ Und von Lepra erzählen konnten sie auch, denn sie hatten bei Maria Hischs Vortrag gut aufgepasst. „Sogar ohne Infomaterial“, ergänzte Daniel. Außerdem hatte Angela Prell das Thema Lepra im Religionsunterricht am Beispiel der Jesusgeschichte von der Aussätzigenheilung behandelt. Die Kinder erfuhren, dass es Lepra noch heute gibt, sie aber heilbar ist. Motivierend war, dass 50 Euro ausreichen, um ein Menschenleben zu retten.

Schüler der Grundschule Theilheim beim Zählen der Spendengelder

Nach dem Öffnen der Spendendosen wurden Münzen und Scheine ausgezählt. Je höher das Ergebnis, umso größer war die Freude der Kleinen. Foto: Ludwig / DAHW

Yasmina hatte gleich ein paar DAHW-Prospekte dabei. „Die kamen gut an. Ich habe sie alle verteilt“, sagte die Viertklässlerin. Rebecca und Antonia haben gleich an zwei Tagen hintereinander gesammelt. „Manche hatten komische Ausreden, uns nichts zu geben. Aber das waren zum Glück nur ganz wenige“, ergänzten die Mädchen.

Mit großer Begeisterung wurden die Spendendosen geöffnet und Münzen und Scheine gezählt. „Jetzt haben wir schon einige Leprapatienten retten können“, freute sich Nico. Deshalb wollen er und auch die anderen Kinder wieder mitmachen – sobald wie möglich!


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