10 Prozent für 10 Prozent

Ganz normal anders - weltweit: Informationsstand zum Weltgesundheitstag 2013

Aus Anlass des Weltgesundheitstages präsentierten sich DAHW und Robert-Kümmert-Akademie mit einem Informationsstand in der Würzburger Innenstadt, um die Bürgerinnen und Bürger auf das Thema von Behinderung in der Gesellschaft weltweit aufmerksam zu machen.


(Würzburg, April 2013) Hintergrund des Informationsstandes war die Auseinandersetzung in der Akademie mit der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Aktionsplan des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe (BMZ) mit dem Titel: „Aktionsplan zur Inklusion von Menschen mit Behinderung des BMZ“.

Im Rahmen der Beschäftigung mit diesen wichtigen Papieren in Bezug auf die Rechte von Menschen mit Behinderung weltweit, entstand der Titel der kurzen Petition an Bundesminister Dirk Niebel. Denn laut UN hat weltweit gesehen jeder zehnte Mensch eine Behinderung. Die Forderung der Schülerinnen und Schüler, der Robert-Kümmert-Akademie und der DAHW an Minister Niebel lautet deshalb: 10% der in der Entwicklungszusammenarbeit eingesetzten Mittel sollen für Menschen mit Behinderung und die Verbesserung ihrer Lebensumstände wirken. So ist das Ziel einer wirklichen Teilhabe an Gesellschaft für Menschen mit Behinderung in den Ländern des Südens schneller zu erreichen und stärkt die Glaubwürdigkeit Deutschlands in der Welt die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aktiv voranzubringen.

Mit Begeisterung wurde am Morgen der Informationsstand aufgebaut. Neben kurzen Informationen über die beiden Organisationen und den Kernpunkten der relevanten Papiere, zeigten Plakate und Bilder Menschen mit Behinderung aus Deutschland und Tansania, der Stand selbst warb mit dem Slogan: „ganz normal anders – weltweit“. Ein Originalrollstuhl aus Indien lud zur Selbsterfahrung ein und wurde immer wieder auch von Besuchern zu dieser genutzt. Insgesamt 229 Menschen unterschrieben die Petition, die an Minister Niebel mit der Bitte um Stellungnahme weitergeleitet wird.

Im Rahmen der Kooperation der DAHW mit der Robert-Kümmert-Akademie unterstützt die DAHW auch die Forderung der Auszubildenden: „Schulgeldersatz auch für Heilerziehungspflegerlnnen!" und erklärt sich solidarisch mit der Petition an die bayerische Staatsregierung.