Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe im Profil

Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) blickt auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurück:


Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) blickt auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurück: Millionen Kranken und Ausgestoßenen konnte das  Hilfswerk mit Sitz in Würzburg bislang helfen. Gegründet im Jahr 1957 als Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk (daher auch das Kürzel DAHW), leistet der eingetragene Verein seitdem gezielt Hilfe für kranke und ausgegrenzte Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern – unabhängig von politischen oder konfessionellen Überzeugungen. Aktuell unterstützt die DAHW mehr als 281 Hilfsprojekte in 32 Ländern.

Spendengelder
Mehr als 70.000 Menschen jährlich vertrauen der DAHW ihre Spende an, viele davon bereits seit Jahrzehnten. Die DAHW legt regelmäßig ihre Zahlen offen und berichtet über die Verwendung der Gelder in den Projekten. Für ihren verantwortungsvollen Umgang mit den Spendengeldern erhält sie vom „Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen“ (DZI) seit vielen Jahren das Spenden-Siegel. Mit über zehn Millionen Euro an Spendeneinnahmen gehört die DAHW zu den größeren Hilfswerken in Deutschland.
Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI)

DAHW vor Ort
Die einzelnen Hilfsmaßnahmen in den Projektländern richten sich nach den Bedürfnissen vor Ort aus und umfassen eine sehr große Bandbreite: von der Unterstützung einzelner Leprahospitäler über die Ausbildung des staatlichen Gesundheitspersonals bis hin zur Förderung von Behinderten und Ausgestoßenen. In den Projekten arbeitet die DAHW mit Kirchen als Träger von Krankenhäusern, mit anderen Hilfsorganisationen oder mit staatlichen Gesundheitsbehörden zusammen. Eigene Mitarbeiter vor Ort sichern die Nachhaltigkeit der Arbeit und achten auf eine sparsame Verwendung der eingesetzten Hilfsgelder. In vielen Projekten sind inzwischen auch ehemalige Patienten für die DAHW tätig.

Die Schwerpunkte
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Hilfe für Lepra- und Tuberkulosepatienten in Asien, Afrika und Südamerika. Beide Krankheiten werden durch Mykobakterien verursacht und mit einer Kombination aus verschiedenen Antibiotika behandelt. Sie befallen zumeist Menschen, deren Immunsystem durch mangelhafte Ernährung oder schlechte hygienische Umstände geschwächt ist. Daher werden Lepra und TB auch als „Krankheiten der Armut“ bezeichnet. Darüber hinaus bekämpft die DAHW „vergessene“ Krankheiten wie Buruli Ulcer, die Chagas Krankheit oder Leishmaniose. Wo die DAHW über eine gute Infrastruktur verfügt, leistet sie bei Bedarf auch Katastrophenhilfe, z.B. die Sofort- und Wiederaufbauhilfe für Überlebende des Tsunami in Indien und des Erdbebens in Pakistan.

Der Anspruch
Die DAHW steht für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit. In den Hilfsprojekten ist Kontinuität ein wichtiger Faktor – sowohl für die Projekte als auch für die betroffenen Menschen. Mit der rein medizinischen Behandlung der Patienten ist die Arbeit besonders bei Lepra längst nicht abgeschlossen, vielmehr müssen die betroffenen Menschen lernen, mit den Folgen ihrer Krankheit zu leben. Die DAHW leistet diese Unterstützung, damit diese Menschen wieder ein selbstbestimmtes Leben frei von Diskriminierung führen können.

Mitgliedschaften der DAHW 

ILEP - Internationale Vereinigung der Lepra-Hilfswerke
Die ILEP koordiniert die Zusammenarbeit der 15 Mitglieder, um weltweit Lepra wirkungsvoll zu bekämpfen. Ressourcen werden gebündelt, Hilfsprogramme ge-genseitig unterstützt, Erfahrungen ausgetauscht.
ILEP

Stop-TB-Partnerschaft
Ein Bündnis aus 500 Regierungen und Nichtregierungsorganisationen, initiiert von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es setzt sich für eine kontrollierte und standardisierte Behandlung aller Tuberkulose-Kranken ein.
Stop-TB-Partnerschaft

DZK-Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose
Gegründet 1895, als noch jeder vierte erwerbsfähige Mensch in Deutschland an Tuberkulose starb – unter den Gründern war auch Robert Koch. Heute ein renommiertes Institut im Kampf gegen TB, das Forschung, Lehre und Praxis erfolg-reich vernetzt.
DZK

Aktionsbündnis gegen Aids
Ein Zusammenschluss von rund 400 Organisationen der Aids- und Entwicklungszusammenarbeit, Basisgruppen und Kirchengemeinden. Ziel des Bündnisses ist es, im Kampf gegen Aids weltweit die Politik und die Pharma-Industrie stärker in die Verantwortung zu nehmen.
Aktionsbündnis gegen Aids

VENRO – Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen
Mehr als 100 deutsche Nichtregierungsorganisationen haben sich zu VENRO zusammengeschlossen. Gemeinsam treten sie in der Entwicklungspolitik unter anderem für die Bekämpfung der Armut, die Millenniumsentwicklungsziele und die Menschenrechte ein.
VENRO

Gemeinsam für Afrika
Unter dem Motto „Gemeinsam für Afrika“ haben sich 30 Hilfsorganisationen zu einer Aktion zusammengeschlossen. Sie möchten auf die Situation der Menschen in Afrika hinweisen und bitten gemeinsam um Spenden. Botschafterin der Aktion ist unter anderem die bekannte TV-Moderatorin Anne Will.
Gemeinsam für Afrika


 

 Bitte helfen Sie! Allein mit 50 Euro ist Lepra heilbar


 Pressemeldung und aktuelle Informationen zum Welt-Lepra-Tag 2009