Aufruf zum Welt-Lepra-Tag am 30. Januar

DAHW-Präsidentin Gudrun Freifrau von Wiedersperg

Für eine Welt ohne Lepra


Vor genau 30 Jahren wurde ein Meilenstein in der Behandlung der Lepra erreicht: Eine Kombination aus drei Antibiotika hatte sich 1981 als wirksame Therapie erwiesen und machte die bis dahin lebenslang notwendige Einnahme von Medikamenten überflüssig. Lepra war heilbar geworden.

Mehr als 15 Millionen Menschen, die von Lepra betroffen waren, sind seitdem erfolgreich behandelt worden. Über zwei Millionen Menschen ist eine Behinderung erspart geblieben.

Aber: Die Krankheit ist nicht verschwunden. Jedes Jahr wird bei mehr als 200.000 Menschen Lepra diagnostiziert. Jeder zehnte hat bereits sichtbare Behinderungen. Rund vier Millionen Menschen leben weltweit mit einer durch Lepra bedingten Behinderung.

Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet die Diagnose auch heute noch oft Diskriminierung und Ausgrenzung.

Wir setzen uns seit über 50 Jahren für Menschen mit Lepra ein. Wir haben  die Entwicklung der heute gültigen Standardtherapie mit vorangetrieben und stellen sicher, dass Menschen mit Lepra Zugang zu Diagnose und Therapie bekommen. Wir unterstützen sie dabei, für sich und ihre Familie zu sorgen. Wir fördern die Aus- und Weiterbildung medizinischen Personals, damit die Krankheit so früh wie möglich erkannt wird und den Menschen unnötiges Leid erspart bleibt, unterstützen Aufklärung und kämpfen gegen Vorurteile.

Wir haben uns vorgenommen, weiter zu helfen, denn wir sind noch nicht am Ende des Weges: Lepra wird noch immer übertragen, noch immer erkranken auch Kinder. Es gibt immer noch keinen Impfstoff gegen die älteste Krankheit der Menschheit.

Für unseren Einsatz brauchen wir Menschen, die unser Anliegen  unterstützen - mit Spenden, mit Aktionen.

Zum Welt-Lepra-Tag, der immer auf den letzten Sonntag im Januar fällt,  bitte ich Sie herzlich um Ihre Mithilfe!


Gudrun Freifrau von Wiedersperg
Ehrenamtliche Präsidentin DAHW

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