Beatboxing und Urban Poetry beim Hafensommer

Es war ein perfekter Abend. Fast wie im Bilderbuch. Nachdem Dauerregen am Abend vorher das Konzert beim Würzburger Hafensommer 2016 getrübt hatte, rissen Joe Driscoll und Sekou Kouyate mit ihrer Band den Himmel auf und sorgten für eine grandiose Stimmung. Und die Zuschauer freute es.


(Würzburg, 5. August 2016). Harald Meyer-Porzky, stellvertretender Geschäftsführer der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, hatte sich auf den Auftritt gefreut. Das merkte man ihm an, als er gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Jürgen Königer die Gruppe ankündigte.

Denn schon einmal vor einigen Jahren hatte die DAHW eben diese Musiker aus Guinea und USA unterstützt. Auch war der Würzburger Hafensommer an seinen Ursprungsort mit einer großartigen Bühnenlandschaft im Hafenbecken zurückgekehrt. "Wir freuen uns ganz besonders, beim zehnjährigen Hafensommer-Jubiläum mit dabei sein zu dürfen", sagte Meyer-Porzky.

Knapp zwei Stunden faszinierten die Musiker ihr Publikum. Der Gitarrist und Rapper Joe Driscoll gilt als typisch amerikanischer Selfmademan, der jahrelang einen Mix aus Folk, Funk und Hip-Hop als digitale One-Man-Band auf die Bühne brachte.

Der Kora-Virtuose Sekou Kouyate aus Guinea stammt aus einer Griot-Dynastie und brachte es in der Band seines Cousins Ba Cissoko schon zu internationalem Ruhm. Denn er ist schließlich der Erste, der die 21-saitige westafrikanische Harfe über ein Wah-Wah-Pedal spielt. Ein lang anhaltender Applaus verlangte wiederholt nach Zugaben, die die Band auch gerne gab.