DAHW arbeitet an ihrer Zukunft

Workshop der CBR Advisor

Experten aus fünf Ländern beraten künftige CBR-Strategie


(Würzburg, 7. Juni 2013). Sechs Experten aus fünf Ländern planen derzeit den Rahmen der künftigen Projektarbeit der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe für Menschen mit Behinderung. Unter der Leitung des weltweit führenden CBR-Experten Huib Cornielje beraten DAHW-Mitarbeiter in Würzburg, wie künftig die Entwicklungszusammenarbeit für Menschen mit Behinderung aussehen wird.

Grace Mwasuka aus Tansania, Prakash Wagle aus Nepal und Ashenafi Girma aus Äthiopien arbeiten für die DAHW in ihren Heimatländern als Sozialarbeiter und sind nun nach Würzburg gekommen, um ihre Erfahrungen einzubringen. Gemeinsam mit den Projektreferenten aus der Würzburger Zentrale, Lea Thiel und Ernst Hisch, werden sie die Vorlage für die künftige Strategie entwickeln.


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„Das ist ein Beispiel für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Geber- und Nehmerländern in der Entwicklungszusammenarbeit“, lobt Burkard Kömm, Geschäftsführer der DAHW, die Expertenrunde: „Heute nutzen wir die Expertise aus den Projektländern für die gemeinsame Entwicklung der Strategien, die den Menschen wirklich helfen.“

CBR (community based rehabilitation – Rehabilitation im gewohnten Umfeld) ist der Ansatz für diese Arbeit, den die Weltgesundheitsorganisation WHO derzeit fordert und den die DAHW schon seit einigen Jahren umsetzt. Dies ermöglicht Menschen mit Behinderung ein „normales“ Leben, eine Teilhabe am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben, wie sie jeder andere Mensch auch hat.

Die DAHW hat sich schon immer für Menschen mit Behinderung eingesetzt und diese sozial wie ökonomisch unterstützt. Grundlage dafür waren die Erfahrungen aus der Lepra-Arbeit: Viele ehemalige Lepra-Patienten leben mit Behinderungen aufgrund dieser Krankheit.

Ein zentraler Punkt der CBR-Arbeit ist allerdings, dass es unerheblich ist, woher eine Behinderung stammt. Wichtig für diese Arbeit ist Inklusion als Möglichkeit der gleichberechtigten Teilhabe für alle Menschen mit oder ohne Behinderung. Angefangen bei der einfachen Rampe für Rollstuhlfahrer über den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung bis zu Qualifizierungen für die Geschäfts- oder Arbeitswelt deckt CBR alle Bereiche der Gesellschaft ab.

„Keine Organisation kann Experte für alle CBR-Bereiche sein“, sagt Experte Huib Cornielje seit vielen Jahren. Daher warten Vorstand und Geschäftsführung der DAHW gespannt auf die Vorschläge der Fachleute zur Weiterentwicklung der Strategie des Würzburger Hilfswerks für Menschen mit Behinderung.


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