DAHW-Medizinerin ruft auf:

"Gemeinsam stoppen wir die Tuberkulose!“


Jeden Tag sterben rund 5.000 Menschen weltweit an Tuberkulose (TB) – mehr als an jeder anderen Krankheit. Was TB bedeutet und wie einfach man die Krankheit stoppen könnte, wenn genügend Menschen mitmachen, sagt uns Dr. Barbara Oberhauser, Ärztin und TB-Expertin der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW).

Frau Dr. Oberhauser, was passiert bei Tuberkulose?

Das Atmen wird zur Qual: Unbehandelt bleiben am Ende nur etwa 20% der Lungenfunktion erhalten.

Ist Tuberkulose heilbar oder gibt es Impfstoffe?

Effektive Impfstoffe gibt es leider nicht, aber heilbar ist die Krankheit. In den meisten Fällen reicht eine einfache Kombination aus verschiedenen Antibiotika. Diese Medikamente müssen aber auf jeden Fall regelmäßig und bis zum Abschluss der Behandlung eingenommen werden, sonst entstehen gefährliche Resistenzen.

Ist das nicht selbstverständlich bei Antibiotika?

Eigentlich schon, aber selbst in Deutschland brechen viele Patienten ihre Therapien mit Antibiotika ab, weil sie genau dies nicht wissen. Und in den indischen Slums sind mehr als die Hälfte der Bewohner Analphabeten, haben noch nie etwas von Resistenzen gehört. Daher haben viele die
Behandlung abgebrochen, als keine Symptome mehr vorhanden waren.

Wie können wir dies verhindern?

Mit dem neuen Konzept "Private Public Mix“ (PPM) haben wir großartige Erfolge erzielt. Die privaten Heiler, die indischen "Quacks“, schicken die Patienten zur Diagnose in offizielle Gesundheitszentren und bekommen daraufhin die Medikamente für die Behandlung in ihren Armutsvierteln. Unsere Gesundheitsarbeiter überwachen Quacks und Patienten bis zum Abschluss der Behandlungen.

Warum weitet die DAHW dieses Projekt nicht einfach aus?

Wenn Sie mitmachen, dann gerne und sofort! Ein Gesundheitsberater bekommt ein Gehalt von rund 40 Euro monatlich und die Schulungen kosten auch Geld. Wenn wir sicher sind, dass wir diese Menschen auch langfristig bezahlen können, werden wir sofort mit deren Ausbildung
beginnen. Helfen Sie uns dabei?


So hilft Ihre Spende!

Machen Sie mit! "Ich stoppe Tuberkulose"

 

 

Spendensiegel bürgt

DZI Spendensiegel Die Deutsche Lepra- und Tubekulosehilfe (DAHW) geht verantwortungsvoll mit ihren Geld um. Dafür bürgt das "Spendensiegel" das uns jedes Jahr wieder vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin zuerkannt wird.