Damian-Plakette für Dr. Pieter de Koning

Dr. Pieter de Koning mit DAHW-Präsidentin und DAHW-Geschäftsführer

Dr. Pieter de Koning (Mitte) wurde von der DAHW-Präsidentin Gudrun Freifrau von Wiedersperg (rechts) wegen seiner Verdienste in der Arbeit für Menschen, die unter Krankheiten der Armut leiden, mit der Damian-Plakette ausgezeichnet. DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm (rechts) würdigte das besondere Engagement des medizinischen Beraters. Foto: Ludwig / DAHW

Besondere Auszeichnung der DAHW für verdienten Mitarbeiter


(Würzburg, 19. Januar 2015) Dr. Pieter de Koning wurde mit der Damian-Plakette, der höchsten Ehrung der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe ausgezeichnet. Diese Ehrenplakette wird nur selten vergeben. Mit ihr werden Menschen geehrt, die sich in herausragender Weise und über lange Zeit für Leprakranke eingesetzt haben.

Die Auszeichnung wurde ihm am 19. Januar bei seiner offiziellen Verabschiedung während einer Feierstunde von der Präsidentin der DAHW in der Zentrale in Würzburg überreicht. Fast sein gesamtes Berufsleben hat Dr. de Koning als Mediziner in den Krisenregionen der Welt für die Ärmsten der Armen, die Leprakranken, gearbeitet. Seit sechs Jahren war er für die DAHW als medizinischer Berater tätig. Die letzten vier davon im Norden von Liberia, im Ganta Leprosy und TB Rehabilitation Center. „Als sämtliche Entwicklungshelfer wegen der Ebola-Epidemie das Land verließen, ist er geblieben“, sagte DAHW-Präsidentin Gudrun Freifrau von Wiedersperg bei der Übergabe der Ehrenplakette. „Ich lasse meine Patienten nicht im Stich“, begründete der niederländische Arzt seine Entscheidung, zu bleiben und sich damit dem erhöhten Risiko einer Ansteckung auszusetzen. Denn gerade medizinisches Personal war und ist wegen der Nähe zu den Patienten besonders gefährdet. DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm weist auf den Mut hin, der mit dieser Entscheidung verbunden ist. Dr. de Koning beendet nun seine Arbeit für die DAHW. Zuvor hatte er noch seinen Nachfolger vor Ort im Projekt in Liberia eingearbeitet.

Ganz selbstverständlich ist für ihn, bald wieder in der Ferne tätig zu werden, um den Menschen zu helfen, die sonst nichts besitzen als ihr Leben. Und das möchte er ihnen mit seiner Hilfe auch erhalten.