Das 41. Kinderfest schlägt eine Brücke nach Pakistan

Dr Chris Schmotzer

"Ihr Engagement kommt bei den Kindern und Familien in Pakistan an. Sie ermöglichen den Weg aus der Tuberkulose zurück ins Leben – Kinder brauchen besondere Hilfe." Foto: DAHW

Seit vielen Jahren unterstützt die DAHW Deutsche Lepra und Tuberkulosehilfe das Krankenhaus in Rawalpindi im Norden Pakistans und die Arbeit von Dr. Chris Schmotzer. Dort bekommen Kinder die an Tuberkulose oder Multiresistenter Tuberkulose erkrankt sind eine ganzheitliche Behandlung. Die Einnahmen des 41. internationalen Kinderfestes gehen dort hin.


Es ist wenig bekannt, dass auch Kinder an Tuberkulose erkranken können. Oft haben sie geringere und untypischere Beschwerden als Erwachsene. Die Krankheit kann aber bei den Kindern viel schneller bedrohlich werden, weil die Abwehr des Körpers schwächer ist. Kinder sind daher besonders gefährdet und müssen schnell und gründlich untersucht und behandelt werden. In Pakistan, wo es im Jahr über 400.000 Neuerkrankungen an Tuberkulose gibt, davon mehr als 35.000 Kinder, ist das eine echte Herausforderung. Kinder werden oft spät diagnostiziert und tragen dann bleibende Schäden davon.

Viele der Kinder erkranken zudem nicht nur an Tuberkulose sondern leiden auch an Blutarmut und Mangelernährung. Es ist ebenfalls wichtig einen Blick darauf zu werfen ob ein Kind die Schule besucht oder wie die Familiensituation ist. Begleitend zu der medizinischen Behandlung erhalten unterernährte Kinder zusätzliche Mahlzeiten. Mütter werden geschult, damit sie zuhause den Heilungsprozess richtig mit begleiten können.

Wenn die Kinder auf dem Weg der Besserung sind, sollen sie wieder Schritt für Schritt in ein alltägliches Leben zurückkehren. Dazu trägt die Beschäftigungstherapie bei mit Spielen und leichtem Sport. Auch der Anschluss an die schulische Ausbildung ist wichtig, damit der Alltag im familiären Umfeld gelingen kann.

Das Internationale Kinderfest in Würzburg trägt dazu bei, dass ca. 80 Kinder im Krankenhaus behandelt werden können. Dazu gehört die Diagnose im Rahmen eines Pilot-Projektes. Die Laboranalyse erfolgt durch ein hochspezialisiertes Analysegerät, dem GeneXpert, das schnell Ergebnisse liefert. Dadurch ist es nicht mehr nötig, viele Wochen zu warten, bis die Ergebnisse ankommen. Erst dann kann die richtige Behandlung beginnen.

Darum schreibt Dr. Chris Schmotzer:„Ein herzliches Dankeschön an alle, die ehrenamtlich mit dabei sind und an alle Gäste, die mit dazu beitragen, dass die Kinder den Weg zurück ins Leben gehen können. Ich wünsche allen Gästen in Würzburg einen schönen Familientag und sende meine herzlichen Grüße aus Pakistan“


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