Der Blick nach vorn

Kinderfest in Wuerzburg - Präsident Alois Poeschmann und der Studioleiter des Bayerischen Rundfunks Eberhard Schellenberger (li.) eröffnen

Kinderfest in Würzburg - Präsident Alois Pöschmann und der Studioleiter des Bayerischen Rundfunks Eberhard Schellenberger (li.) eröffnen "Bayerns größte Spielwiese".

Bericht des Vorstandes


Die DAHW hat im Jahr 2008 vielen Menschen helfen können. Gemeinsam haben Spenderinnen und Spender, Ehrenamtliche und Hauptamtliche dazu beigetragen, dass weltweit mehr als 40.000 Menschen und damit ein Großteil der neu entdeckten Patienten eine Lepra-Behandlung erhalten haben. Mit Rehabilitationsmaßnahmen haben wir darüber hinaus über 100.000 Menschen mit Behinderungen dabei unterstützt, eigenständig für sich selbst zu sorgen. Rund 370.000 Menschen konnten wir Zugang zu einer lebensrettenden TB-Behandlung verschaffen. Dafür sind wir dankbar.

In unserer Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit zeigen wir immer wieder auf, wie Armut und Not gerade die Krankheiten begünstigen, die bei uns praktisch keine Rolle spielen. Und wir setzen uns gemeinsam mit anderen Organisationen dafür ein, mehr für die Bekämpfung der weltweiten Armut zu tun.

Bei Spenden (einschließlich Vermächtnisse) und Zuschüssen liegen wir 2008 mit 4,65 Prozent im Plus. Hier zeigt sich, dass wir mit einer gezielten Ansprache und einer immer feiner differenzierten Nutzung unserer Datenbank erfolgreich sind. Es macht auch deutlich, dass unsere Spenderinnen und Spender uns vertrauen, die richtigen Antworten auf Krankheiten der Armut zu finden.

Wir freuen uns über das gute Ergebnis. Diese Freude darf jedoch nicht den Blick darauf verstellen, dass die Zahl der aktiven Einzelspender tendenziell rückläufig ist. Wir konnten die Auswirkungen abmildern, weil es uns gelang, die Durchschnittsspende zu erhöhen. Auch 2009 werden wir unsere Anstrengungen fortsetzen, neue Spenderinnen und Spender für unsere Arbeit zu gewinnen. Diese Herausforderung werden wir mit großem Elan annehmen.

In den letzten zehn Jahren mussten wir im Schnitt jährlich jeweils 1,5 Millionen Euro zusätzlich aus den Rücklagen nehmen, um alle  Zusagen einzuhalten, 2008 sogar fast vier Millionen Euro. Kurz- bis mittelfristig streben wir einen ausgeglichenen Haushalt an. Das bedeutet die Notwendigkeit, unsere Aufwendungen zu kürzen. Da wir uns gleichzeitig zu einem angemessenen Verhältnis zwischen Inlands- und Auslandsausgaben verpflichtet haben, stehen wichtige Anpassungsmaßnahmen an. Wir werden genau prüfen, wo unsere Hilfe gebraucht wird und wo wir sie vielleicht verringern oder in andere Hände geben können.

Gerade jetzt, wo die Wirtschafts- und Finanzkrise droht, auch die Spendenbereitschaft zu senken, fühlen wir uns besonders aufgerufen, an der Seite der Armen in den Entwicklungsländern zu stehen – denn sie sind noch viel härter getroffen. Wir vertrauen darauf, dass wir unsere Zusagen einhalten können.

Neben vier regulären Vorstandssitzungen im Februar, April, Juni und November haben sich die Vorstandsmitglieder 2008 mehrfach getroffen. Alle Treffen wurden vom Geschäftsführer und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DAHW durch Auswertungen und Berichte vorbereitet. Neben der Kontrolle der Verwendung der Spendengelder stand dabei die Sicherung der Einnahmenseite im Mittelpunkt.

Jürgen Hammelehle, der erste hauptamtliche Geschäftsführer unseres Werkes, schied zum 28. Februar 2009 aus der DAHW aus. Er hat die Geschäfte der DAHW fast acht Jahre geführt. Der Vorstand dankt Jürgen Hammelehle und hat Burkard Kömm zum 1. Mai zu seinem Nachfolger berufen.

Im Namen des Vorstands danken wir den Mitgliedern unseres Vereins, den Spenderinnen und Spendern, die uns zum Teil seit Jahrzehnten die Treue halten, sowie den vielen Ehrenamtlichen. Herzlich danken möchten wir auch den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 2008 viel geleistet haben.

Alois Pöschmann
Ehrenpräsident (Präsident bis 20.06.2009)

Gudrun Freifrau von Wiedersperg
Präsidentin


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