Dr. Ruth Pfau: "Die Lepra bleibt gefährlich."

Ruth Pfau am Bett einer 16-jaehrigen Patientin, die schon laenger an Lepra erkrankt war und nun endlich behandelt wird

Interview mit Dr. Ruth Pfau.


"Warum bestehen wir darauf, dass wir unbedingt auch ein Lepraprojekt bleiben? Ganz einfach, damit man diese Krankheit nicht vergisst. Denn Lepra lässt sich nicht ausrotten. Das ist total unmöglich. Die Krankheit hat eine Inkubationszeit von drei bis fünf Jahren und länger. Und wenn keiner mehr über Lepra spricht, und keiner mehr an Lepra denkt, dann würde die Lepra eben wieder stärker werden.

Wir haben das ja mit allen infektiösen Krankheiten global gesehen: Die Tuberkulose ist zurück, die Malaria ist  zurück, die Schlafkrankheit ist zurück. Und wir haben uns geschworen: Mit der Lepra passiert das nicht!“

 

Hilfsprojekt: Referenzkrankenhaus für Lepra

Lepra-Hospital in Karachi Pakistan

Das von Dr. Ruth Pfau gegründete "Marie Adelaide Leprosy Centre“ (MALC) betreibt in Karachi ein Referenzkrankenhaus
für Leprapatienten mit 72 Betten und Ausbildung von medizinischem Personal. Mit Unterstützung der DAHW ist das MALC mit zahlreichen weiteren Projekten im ganzen Land aktiv.

Lepra-Hospital in Karachi Pakistan. Dr. Ruth Pfau untersucht einen Leprapatienten. Foto: DAHW/Rolf Bauerdick 

-> Jetzt spenden - Mit 50 Euro kann ein Lepra- oder Tuberkulosekranker geheilt werden.