Ehrung zum Abschluss der Orgelkonzerte in Ottobeuren

Organist Adalbert Meier

Adalbert Meier an der Marienorgel in der Basilika Ottobeuren. Foto: Hövekenmeier / DAHW

Memminger Ehepaar Meier hat 3,3 Mio. Euro in 55 Jahren gesammelt - Mit den Orgelkonzerten in der Klosterkirche Ottobeuren haben Irmingard und Adalbert Meier in 55 Jahren mehr als 3,3 Millionen Euro für die Arbeit der DAHW gesammelt. Jetzt hat der 89-jährige Organist aufgehört und bekam zum Abschluss zahlreiche Ehrungen. Unter den 200 Besuchern seines letzten Konzerts waren neben dem Abt des Benediktinerklosters, dem Bürgermeister von Ottobeuren und dem Landrat des Kreises Unterallgäu auch zahlreiche Vertreter der DAHW.


(Würzburg / Ottobeuren, September 2015). 1960 hat Adalbert Meier die Samstagnachmittagkonzerte in Ottobeuren begründet, in deren Rahmen er unzählige Orgelkonzerte für den guten Zweck durchführte: Die weltweite Lepra-Arbeit der DAHW. Begonnen hat dieser ehrenamtliche Einsatz, als der Organist einen Artikel über Leprakranke in Äthiopien gelesen hatten. Darin wurde das Leid der Menschen ebenso beschrieben wie die Anfänge der DAHW, die dort, in Bisidimo, ihr erstes Lepra-Hospital gebaut hat. Seine Frau Irmingard half bei der Organisation und vor allem beim Spendensammeln im Publikum. Allein wäre dieser Erfolg kaum möglich gewesen.

Zu seinem letzten Konzert dieser Reihe kamen rund 200 Gäste, darunter fast der komplette Vorstand, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, der Geschäftsführer und 20 weitere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der DAHW. Mit Standing Ovations hat das Publikum das Ehepaar Meier in den mehr als verdienten Ruhestand verabschiedet, in dem sie allerdings nach eigenen Aussagen weiterhin aktiv bleiben wollen.


Nach dem Konzert hat die DAHW-Präsidentin Gudrun Freifrau von Wiedersperg zu einem Empfang geladen, um dem Abschied von der Konzertreihe einen würdigen Rahmen zu geben und sich im Namen der DAHW für die großartige Arbeit mit diesem herausragenden Ergebnis zu bedanken.

Dabei haben Irmingard und Adalbert Meier betont, dass sie ihre ehrenamtliche Arbeit über die ganzen Jahre nicht gemacht haben, um mit Ehrungen überhäuft zu werden – erst vor wenigen Monaten haben beide dafür das Bundesverdienstkreuz erhalten. Vielmehr wollten sie einfach „etwas zurückgeben“ von dem Glück, dass ihnen in ihrem Leben beschieden war.