Eisverkauf im Schöner-Café

Eisverkauf im Schöner-Café. JSG-Schülerinnen spenden Erlös für äthiopische Partnerschule.

v.l.: Lorena, Kerstin, Nikola Freygang (DAHW) Fotos: Christof Rösel

JSG-Schülerinnen spenden Erlös für äthiopische Partnerschule.


(Würzburg/ Karlstadt, 27.07.2010) Auch kurz vor den Sommerferien lässt das Engagement am Johann-Schöner-Gymnasium (JSG) in Karlstadt nicht nach. Die drei Mädchen Lorena, Kerstin und Marina haben in den Pausen unermüdlich Eis für die Erweiterung der Schule in Bisidimo verkauft. Gerade in den letzten Wochen mit Temperaturen über 30 Grad fand die kühle Erfrischung reißenden Absatz. Insgesamt kam ein stolzer Erlös in Höhe von 140 Euro zusammen. Stellvertretend für Maria Hisch, die am Gymnasium bereits viele Unterrichtseinheiten zum Globalen Lernen gehalten hat und bisher bei fast jeder Aktion dabei war, nahm Nikola Freygang, Mitarbeiterin der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe den Scheck entgegen. Damit können nun eine dringend benötigte Eisentür sowie zwei Tische für die Partnerschule im äthiopischen Bisidimo angeschafft werden.

Lehrer Christof Rösel war sofort begeistert von der pfiffigen Idee und unterstützte die Mädchen bei ihrem Vorhaben. Deshalb lag ihm auch daran, den drei Schülerinnen gebührend zu danken. Während des Sommerfestes berichtete der Lehrer den Mitschülern und Eltern von der Aktion und dem tollen Spendenergebnis.

JSG-Schülerinnen spenden für äthiopische Partnerschule
Lorena antwortete auf die Frage, wie sie auf die Aktion gekommen seien, wie aus der Pistole geschossen: „Wir wollten wieder etwas für den Schulbau in Bisidimo tun. Es ist ein tolles Projekt, das wir mit unserem Eisverkauf unterstützen können.“ Auch für Kerstin scheint es fast selbstverständlich, anderen Kindern zu helfen „Im Sommer bietet es sich doch an, durch Eisverkauf unserer Partnerschule zu helfen. Außerdem hatten wir einen riesigen Spaß bei der Aktion.“

Schon seit vielen Jahren besteht eine äußerst enge Verbindung zwischen dem JSG und der DAHW. Nach dem äthiopischen Abend im März dieses Jahres wurde die Schule nun sogar zur ersten offiziellen Partnerschule von Bisidimo ernannt. Und dies ganz zu recht: Seit Beginn des Projekts hat das Gymnasium den Bau der Highschool im entfernten Äthiopien immer wieder mit originellen Aktionen unterstützt. Inzwischen machen dort über 530 Kinder einen Abschluss, der in Deutschland mit der mittleren Reife vergleichbar ist.

Fast 60 Schülerinnen und Schüler, die die Highschool bereits besonders erfolgreich abgeschlossen haben, besuchen jetzt das Pre-College. Nur so erhalten sie die Zulassung an die Universität. Diese Oberstufe muss dringend erweitert werden, um den Jugendlichen die Chance zu geben, dem Kreislauf der Armut zu entkommen, und dazu sind die 140 Euro ein wichtiger Beitrag. Für die Kinder ehemaliger Leprapatienten war diese Möglichkeit noch vor fünf Jahren ein unerreichbarer Traum.