Indien: Zyklon Vardha legt Chennai lahm

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Baum der mitsamt der Wurzeln ausgerissen wurde. Foto: GLRA-India

(Würzburg / Chennai, 15.12.2016) In Indien ist - bislang unbemerkt von deutschsprachigen Medien - Zyklon Vardha mit Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h über den Süden des Landes hinweggefegt.


Auch das Büro der DAHW in Chennai war betroffen, zum Glück gab es aber nur Sachschäden: Alle Mitarbeiter sind gesund und munter, was angesichts der Bilder fast wie ein Wunder anmutet. Das DAHW-Büro ist derzeit ohne Strom, ohne Telefon- und Internetverbindung, ein Fahrzeug wurde durch einen umgefallenen Baum zerstört. Wenn das Wasser abgeflossen und der Strom wieder angeschlossen ist, werden die Mitarbeiter ihre Arbeit wieder aufnehmen können.

Sturm_in_Chennai-Indien_Umgestuerzte_Baeume_StromleitungIn ganz Chennai hat der Zyklon sowohl Natur als auch Technik schwer getroffen: Überall hat der Wirbelsturm Bäume entwurzelt und Leitungen für Strom, Telefon oder Internet gekappt. Die ansonsten mit Fahrzeugen aller Art dauerhaft verstopften Straßen standen unter Wasser, so dass kaum ein Mensch zur Arbeit gelangen konnte.

Die Umgefallenen Bäume haben viele Stromleitungen mit runter gerissen.
Foto: GLRA-India

Zyklone sind tropische Wirbelstürme genannt, die im Atlantik Hurricane und im Pazifik Taifun genannt werden. Neben den Zerstörungen durch extrem hohe Windgeschwindigkeiten überfluten diese Sturm_in_Chennai-Indien_Umgestuerzte_Baeume_02Stürme das Land durch riesige Mengen an Regen. Die Küstengebiete im Süden und Osten Indiens sowie Bangladesh sind immer wieder von Zyklonen betroffen. Der bislang folgenreichste traf im November 1970 auf das Ganges-Delta: Mehr als 300.000 Menschen sind durch die Überschwemmungen ums Leben gekommen, mehr als bei dem Tsunami Ende 2004.

Das Chaos ist groß und die Straßen kaum begehbar.
Foto: GLRA-India