Leprareferenzzentrum Manaus in Brasilien feiert 60-jähriges Jubiläum!

60. Jubilaeum des Leprareferenzzentrums Alfredo Matta

Eröffnungsfeier zum 60. Jubiläum des Leprareferenzzentrums "Alfredo da Matta". Foto: DAHW

Manfred Göbel, Repräsentant der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. in Brasilien, feierte am 27. August 2015 im nordbrasilianischen Manaus den 60. Geburtstag des Leprareferenzzentrums "Alfredo da Matta".


Gleichzeitig war er Teilnehmer eines  Workshops über Lepra, Haut- und Geschlechtskrankheiten und hielt einen Vortrag über die in Würzburg ansässige DAHW. 

Firmen in Manaus wollen die Arbeit unterstützen

Manaus ist eine Urwaldstadt mit rund zwei Millionen Einwohnern und einer Freihandelszone. Deshalb haben sich viele Industrien niedergelassen. Nach seinem beeindruckenden Vortrag wurde Manfred Göbel hinsichtlich einer möglichen Projektfinanzierung von der Frau eines Firmendirektors angesprochen. "Nach dem Gespräch wurde mir erst bewusst, welche Möglichkeiten wir in Manaus mit den vielen Firmen haben", sagt Manfredo, wie ihn dort jeder nennt.

Staat bedankt sich bei der DAHW

In seiner Ansprache dankte José Melo de Oliveira, Gouverneur des Bundesstaates Amazonas, der DAHW für die langjährige Unterstützung. Dr. Francisco Helder Cavalcante Souza, Präsident des Leprareferenzzentrums, überreichte schließlich eine silberne Gedenktafel. Auch wurde Schwester Maria Angela Alcalde Torecilla für ihre langjährige Tätigkeit zugunsten des Zentrums geehrt. Sie hatte wesentlich zum Aufbau beigetragen.

Kooperationszentrum der WHO

Heute ist die Anlage auch Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Lepra in Südamerika und in der Karibik. Als Ehrengäste waren auch Dr. Rosa Castalia França Ribeiro Soares, Koordinatorin für Lepra und vernachlässigte Krankheiten des Bundesgesundheitsministeriums, Präsident des Stadtrates von Manaus sowie eine Staatsekretärin des Gesundheitsministeriums von Amazonas vertreten.

Ehemalige Schönheitskönigin lädt Manfredo ein

Und dann gibt es noch ein Anekdote, die Manfred Göbel uns verriet: "Eine Frau namens Silvia nahm Kontakt über Facebook mit mir auf. Und ich erinnerte mich: Es war die frühere Schönheitskönigin von Rondonopolis. Zusammen mit ihrer Freundin hatte sie in von 1980 bis 1982 per Mofa ehrenamtlich die Leprakranken besucht. Gerne erzähle ich davon noch heute in meinen Vorträgen. Heute ist sie Tankstellenbesitzerin in Rondonopolis und hat mich eingeladen, sie bald zu besuchen. Nach 35 Jahren! Was für eine schöne Überraschung."