Liebe Freunde und Förderer

Dr. Diefenhardt am Krankenbett eines TB-Patienten

welches Vorbild kann Pater Damian in der heutigen Zeit noch sein, schließlich hat er vor mehr als 130 Jahren gewirkt?

Zunächst einmal hat Pater Damian – als Lepra noch unheilbar war und Leprakranke von ihren Familien getrennt und ausgesetzt wurden – genau das Richtige getan: Er ist freiwillig zu diesen Menschen nach Molokai gegangen, hat Wunden gewaschen und war ihnen ein sorgender Begleiter.

Darüber hinaus hat er durch sein Wirken die Würde dieser Menschen anerkannt, unabhängig von jeglicher Behinderung. Die Forderungen des Herzens nach Glück hat er bei-spielhaft gewürdigt – wissend, dass es Jemanden gibt, der gekommen ist, sie zu erfüllen.

Die Geißel der Lepra konnte er nicht aus der Welt schaff en. Aber sein Glaube an die wahre Natur der Menschen weckte in den Leprakranken eine Hoff nung, die mitten in Krankheit und Ungerechtigkeit ein Leben voll Freude und Zuversicht ermöglichte. Seine Haltung änderte sich nicht, als auch ihm die Last der Lepra auferlegt wurde.

Dieses Vorbild und Element der Hoff nung hat diese oft zynische und verzweifelte Welt heute genauso nötig wie vor 130 Jahren.

Ihr

Dr. med. Adolf Diefenhardt
Theologe und Leiter medizinische Abteilung der DAHW