Märchen, Trommeln und Tattoos

Tansaniaabend Mittelschule Gemünden - Michael Röhm

DAHW Mitarbeiter Michael Röhm erzählt ein afrikanisches Märchen

5. und 6. Klasse der Mittelschule Gemünden organisieren Tansaniaabend zugunsten einer Schule auf Pemba


Text und Fotos: Robert Werner

(Würzburg/Gemünden, Juli 2012) "Wenn in Afrika ein alter Mensch stirbt, ist das so, als ob bei uns eine Bibliothek abbrennt." Mit dieser Einsicht erläuterte Michael Röhm von der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V., warum er beim Tansaniaabend der Mittelschule Gemünden das Märchen „Pech über Pech“ aus Sierra Leone erzählte, nicht vorlas.

Die drei sechsten Klassen und die Ganztagsklasse 5 hatten die gut zweistündige Veranstaltung selbst vorbereitet. DAHW Schulreferentin Maria Hisch informierte hierbei über das bisherige Afrika-Projekt der Mittelschule, bei dem Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe eine Schule auf der Insel Pemba vor der Küste Tansanias unterstützen. Durch diverse Aktionen und eben solche Tansaniaabende hat die Schule bereits 2.284 € dafür erwirtschaftet, dass auf Pemba ein Schulgebäude erstellt werden konnte. Allein der Erlös des letztjährigen Tansaniaabends von 450 € habe den Außenanstrich des Gebäudes und die Anschaffung von Moskitogittern für die Fenster und zwei einfachen Spielgeräten für die Pausen ermöglicht.


Zu Beginn dieser Veranstaltung am 24. Juli hatte eine Trommelgruppe unter Leitung von Kurt Schmitt und Winfried Söllner auf Afrika eingestimmt. Rektor Rainer Kunkel unterstrich in seiner Begrüßung, dass den Kindern durch solch ein Projekt klar werden solle, wie groß der Unterschied im Lebensstandard der Kinder in Afrika und in Deutschland sei.

Tansaniaabend Mittelschule Gemünden - äthiopische KaffeezeremonieDer Besuch der Äthiopierin Frau Sinkesh mit ihrer Tochter war ein besonderes Highlight. Sie zeigten in einer Kaffeezeremonie, wie in ihrem Land Kaffee zubereitet wird: Sie rösteten grüne Kaffeebohnen auf einem kleinen Kohlenofen und brühten daraus einen wohlschmeckenden Kaffee, der den "Ehrengästen" serviert wurde.

Über eine Stunde lang hatten die Gäste Zeit, Info-Schautafeln zu studieren, an verschiedenen Ständen selbst gefertigte Freundschaftsbändchen zu kaufen, sich ein Tattoo mit afrikanischem Motiv malen zu lassen, an einem Quiz teil zu nehmen oder ihr Glück am Glücksrad zu probieren und sich mit verschiedenen Essensangeboten zu stärken.

Der Erlös all dieser Aktionen fließt wiederum auf die Insel Pemba und dient der Anschaffung von Mobiliar und Schulsachen.


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