Memminger Ehepaar ausgezeichnet

In 55 Jahren über 3 Mio. Spenden für Leprakranke gesammelt


(Memmingen/München/Würzburg, 15.04.2015). Das Memminger Ehepaar Irmingard und Adalbert Meier wurde heute mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Aus den Händen von Ministerpräsident Horst Seehofer erhielten sie gemeinsam diese Ehrung für ihr 55-jähriges ehrenamtliches Engagement für die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe. In dieser Zeit haben sie mehr als 3 Mio. Euro an Spenden für die Lepra-Arbeit gesammelt.

Mit den berühmten Orgelkonzerten in Ottobeuren hat sich Adalbert Meier einen Namen als Organist geschaffen, den er und seine Frau bis heute für den guten Zweck nutzen: Die weltweite Lepra-Arbeit der DAHW. Begonnen hat diese gemeinsame Leidenschaft, als sie einen Artikel über Leprakranke in Äthiopien gelesen hatten. Darin wurde das Leid der Menschen ebenso beschrieben wie die Anfänge der DAHW, die dort, in Bisidimo, ihr erstes Lepra-Hospital gebaut hat.

Memminger Ehepaar Meier bei der Auszeichnung mit dem BundesverdienstkreuzFoto: bayern.de

DAHW-Präsidentin Gudrun Freifrau von Wiedersperg hat das Ehepaar bereits zu ihrem 50-jährigen Jubiläum mit der goldenen DAHW-Nadel ausgezeichnet. Jetzt, fünf Jahre später, freut sich die ehrenamtliche Präsidentin darüber, dass die Meiers auch gemeinsam das Bundesverdienstkreuz bekommen haben: „Oft werden Männer geehrt, die in der Öffentlichkeit stehen und die Frauen vergessen, obwohl sie voll und ganz dahinter stehen und zumeist, wie auch beim Ehepaar Meier, die organisatorische Arbeit managen, ohne die eine solche Leistung kaum möglich wäre. Ich freue mich daher besonders, dass dies auch von unserem Ministerpräsidenten im Auftrag unseres Bundespräsidenten gewürdigt wurde.“

Irmingard und Adalbert Meier möchten mit ihrem Engagement in ihrem Leben etwas zurückgeben, sagten Sie der DAHW-Präsidentin nach der Verleihung des Ordens. Sie seien dankbar, dass sie immer Glück gehabt haben in ihrem Leben, es ihnen selbst gut gehe und so viele Menschen sie während einer langen Zeit unterstützt haben. Auch in diesem Jahr gibt es noch fünf Konzerte, in denen der 89-jährige Adalbert Meier sein Talent an der Orgel und die 78-jährige Irmingard Meier ihr Talent bei der Organisation in den Dienst der Menschen stellen, die an Lepra und anderen Krankheiten der Armut leiden.