"Sinnvoll, bei der DAHW mitzumachen!"

Winfried Breil aus Essen ist DAHW-Spender seit 1958. Foto: Privat

DAHW-Spender seit 1958: Winfried Breil aus Essen. Stolz zeigt er seine Ehrenurkunde und freut sich, die DAHW auch weiterhin unterstützen zu können. Foto: Privat.

Die Arbeit der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. wird von vielen Zehntausend Spendern unterstützt. Winfried Breil aus Essen ist einer von ihnen - schon seit vielen Jahren. Wie es dazu kam und warum er immer noch dazu gehört, verriet er uns in einem Telefongespräch.


Ein Arbeitskollege sei schuld gewesen. Glücklich, nach erfolgreich absolviertem Studium in Essen im Jahr 1958 eine Stelle bei einem Bauunternehmen gefunden zu haben, unterhielt sich Winfried Breil mit einem neuen Kollegen. "Wir sprachen über Gott und die Welt und auch über das Deutsche Aussätzigenhilfswerk" (wie die DAHW damals noch hieß, Anmerkung der Redaktion), erinnert sich der pensionierte Bauingenieur heute. "Mein Kollege spendete regelmäßig."

"Nichts wäre doch sinnvoller, als da auch mitzumachen", kam es dem heute 84-Jährigen in den Sinn. Nachdem er die erste Spende getätigt hatte, lieh er sich den Film über das Engagement der DAHW im äthiopischen Bisidimo aus. "Ich war beeindruckt und zeigte ihn in der Kolpingfamilie, leider mit nur mäßigem Erfolg."

Doch das entmutigte den passionierten Fotografen überhaupt nicht. Er spendete auch weiter all die Jahre hindurch. Mittlerweile war er Mitglied in einem Kegelclub geworden. Auch dort erzählte er immer wieder von der Arbeit der DAHW. Dann, viel später, war er es, der vorschlug, dass der Club in seinem Statut folgende Verfügung einträgt: "Bei Auflösung wird das Restgeld an das Deutsche Aussätzigenhilfswerk überwiesen." Das stieß bei den Kegelbrüdern auf großen Beifall. Und in der Tat: Kurz nach dem letzten Kegelabend im Jahr 2013 wurde mit den Ehefrauen noch einmal gefeiert. Dann der Kassensturz! "Genau 50,50 Euro blieben übrig. Das überwiesen wir an die DAHW."

Auch heute bleibt der Vater einer Tochter der DAHW treu. Und nicht nur das. Seine Gemeinde kann auf ihn zählen. Regelmäßig ist er als Fahrer bei Veranstaltungen gefragt. Es freut den Witwer immer wieder, dass seine Hilfe ankommt und zählt. Nicht nur bei der DAHW!