Troisdorf hilft Flutopfern in Pakistan

EHC Troisdorf spendet genau 5.000 Euro an DAHW

(v.l.): Manuel Warda (Mannschaftskapitän EHC Troisdorf), Christoph Jahns (Manager EHC), Jörg Schenkelberg (Präsident EHC), Khalid Jan, Jochen Hövekenmeier, Ortsvorsteher Andre Kern

EHC Troisdorf spendet genau 5.000 Euro an DAHW


Genau 4.643,25 Euro haben Spieler und Fans des EHC Troisdorf für die Pakistan-Fluthilfe der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe gesammelt. Das Geld haben EHC-Präsident Jörg Schenkelberg und Manager Christoph Jahns vor dem Heimspiel gegen Netphen am Sonntag an den pakistanischen DAHW-Mitarbeiter Khalid Jan übergeben.

(Würzburg, 14.November 2010). 50 Plakate haben die Fans des EHC Troisdorf Dynamite in ihrer Stadt aufgehängt, mehr als 2.000 Handzettel verteilt und 15 Spendendosen aufgestellt. „Ich bin begeistert – nicht nur von diesem Ergebnis, sondern von dem unglaublichen Engagement unserer Troisdorfer Eishockeyfans“, sagte Andre Kern, Ortsvorsteher von Kriegsdorf, dem Troisdorfer Stadtteil in dem sie Eishalle steht, bei der Scheckübergabe vor dem Spiel.

Während der Scheckübergabe zog der Ortsvorsteher noch eine Spende der Stadt Troisdorf aus der Tasche und erhöhte den Betrag damit. EHC-Präsident Jörg Schenkelberg war davon derart begeistert, dass er spontan versprach, den Betrag auf 5.000 Euro aufzurunden.

Die Spenden hat für die DAHW Khalid Jan entgegengenommen. Der 25-Jährige ist Gesundheitshelfer in der Organisation der deutschen Lepra-Ärztin Dr. Ruth Pfau, die seit mehr als 50 Jahren für die DAHW in Pakistan gegen Lepra kämpft. Er war selbst in die Fluthilfe mit eingebunden und hat Lebensmittelpakete an die Flüchtlinge verteilt, bevor er zu seinem dreimonatigem Praktikum nach Deutsch-land kam.

In Deutschland – genauer durch die Troisdorf Dynamite – hat der pakistanische Gesundheitsmitarbeiter auch zu ersten Mal ein Eishockeyspiel gesehen. Dass die Troisdorfer Fans ihn aber so herzlich begrüßen würden, hätte er sich nicht vorstellen können. Trotz der unglücklichen Niederlage in dem heutigen Spiel feierten die Fans den Abschluss ihrer erfolgreichen Aktion mit dem Gast aus Pakistan. Mehr als 6.000 Km Anreise eines Fans zu einem Heimspiel gibt es im deutschen Eishockey nur sehr selten.