Tuberkulose kehrt zurück - gefährlicher denn je

Sputum-Diagnose im Labor - Tuberkulosetest

Sputum-Diagnose im Labor

Krankheitsbilder MDR- und XDR-Tuberkulose erfordern dringend neue Medikamente.


Täglich sterben 5.000 Menschen an Tuberkulose. Die Krankheit, die im letzten Jahrhundert bereits als besiegt galt, erreicht zurzeit ein neues, erschreckendes Ausmaß. Grund dafür sind mutierende Bakterien, deren Stämme immun gegen die TB-Medikamente Rifampicin und Isoniazid sind. Diese multiresistente Tuberkulose (MDR-TB) entsteht dann, wenn Patienten die Behandlung nicht zu Ende führen und weitere Menschen anstecken. Sind die Stämme zusätzlich auch noch gegen ein injizierbares Anti-Tuberkulose-Medikament und gegen Fluorochinolone resistent, spricht man vom extremsten Fall der TB, der XDR-Tuberkulose.

Die Krankheit ist schneller als die Forschung.

„Die Entwicklung neuer Medikamente dauert länger als der Vormarsch der Krankheit. Die Ausbreitung der multiresistenten Tuberkulose macht uns sehr große Sorgen“, so Dr. Diefenhardt, medizinischer Leiter der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe. „In bestimmten Regionen Südafrikas oder in vielen Ländern der ehemaligen Sowjetunion sind heute schon 15 % - 20 % der Neufälle mit den MDR TB-Bakterien infiziert. Solch eine Behandlung dauert bis zu zwei Jahren und ist sehr kostenintensiv. Die Nebenwirkungen sind enorm, weil die Medikamente alt sind."

Schnelle Hilfe ist gefragt.

Neue Medikamente gegen die TB werden dringend gebraucht. Und bis dahin muss alles getan werden, um die aktuellen TB-Kranken zu finden und konsequent zu behandeln. Mit Ihrer Hilfe kann die DAHW, Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe dieser „neuen Epidemie“ Einhalt gebieten.


Ihre Spende ist in guten Händen

MDR-TB und XDR-TB
Viele Tuberkulosepatienten brechen die Behandlung frühzeitig ab und sind somit nicht geheilt.

Auf unserer Themenseite finden Sie weitere Informationen zur Ausbreitung von MDR/XDR-Tuberkulose