Was Schwester Kevin kaum zu träumen wagte

Dank an Dr. Kawuma durch den Bischof beim Jubiläum des Nyenga Hospitals in Uganda

Bischof Matthias Ssekamanaya dankt Dr. Joseph Kawuma (hier mit Frau) für die langjährige medizinische Begleitung; Foto: DAHW

Das St. Francis Hospital Nyenga in Uganda feiert sein 80-jähriges Jubiläum


(Würzburg / Nyenga, Oktober 2012) Gleich drei Feste an einem Tag konnte das Nyenga-Krankenhaus in der ugandischen Diözese Lugazi feiern: Die Eröffnung der Krankenpflegeschule, Diplome für die Absolventen und seinen 80. Geburtstag.

Als Schwester Kevin M. Kearney im Jahre 1932 Nyenga als eine der ersten Leprakolonien in Uganda gründete, hätte sie nie zu hoffen gewagt, dass sich daraus einmal ein lebendiges und modernes Distriktkrankenhaus entwickeln würde. Heute dient es einer Bevölkerung von 150.000 Menschen. Nyenga Hospital ist seit 1961 der erste und älteste Kooperationspartner der DAHW in Uganda.

Für mehr Zivilcourage

Bischof Matthias Ssekamanaya pflanzte zwei Bäume, sogenannte „Memorial Trees“, bevor er das Gebäude mit Weihwasser segnete. Während des anschließenden Gottesdienstes ermutigte er die Absolventen zu Zivilcourage in Beruf und Alltag. Der Chor der Schwestern und Pfleger sorgte für stimmungsvolle Rhythmen und motivierte die rund 500 Gäste zum Tanzen. Gekommen waren zahlreiche Vertreter des Gesundheits- und Erziehungsministeriums wie auch der umliegenden Gemeinden und die Angehörigen der „Little Sisters of St. Francis“. Denn unter ihrer Leitung hat sich das Krankenhaus hervorragend entwickelt, wie auch die anderen Krankenhäuser - zum Beispiel das benachbarte Buluba Hospital, das sie verwalten.

Der Chor der Schwestern und Pfleger beim Jubiläum des Nyenga Hospitals in Uganda Der Chor der Schwestern und Pfleger

Die Ordensleitung der Franziskanerschwestern in Afrika, Schwester Miriam Duggan, erinnerte an die Vision von Schwester Kevin, ein Dorf zu errichten, wo Leprakranke in Würde leben können, wo ihnen medizinische Behandlung zu Gute kommt und die Teilhabe an einem besseren und sinnvollen Leben. Denn einst waren Leprakranke Aussätzige, aus der Gesellschaft verstoßen, ohne Chance auf Heilung. Heute ist Lepra heilbar, pro Jahr gibt es im Land rund 300 neue Fälle. Die Krankheit sei weder ein Fluch noch ein Grund für Diskriminierung. Aber da Lepra selten geworden sei, schwinden Wissen und Erfahrung. „Deshalb ist es umso wichtiger und eine Ehre für die DAHW, das Nyenga Hospital mit seiner langjährigen Erfahrung an unserer Seite haben zu dürfen“, betonte Schwester Miriam.

Tanz um den Geburtstagskuchen beim Jubiläum des Nyenga Hospitals in Uganda Tanz um die Geburtstagstorte

Langjährige Partnerschaft

Mitgefeiert haben auch die ehemaligen Leprapatienten Nyengas. Sie leben nun in modernen Wohnhäusern. Die entsprechende Rehabilitation, die sie erhalten, wird von der DAHW gefördert, ist individuell auf ihre Bedürfnisse angepasst und trägt zum eigenen Lebensunterhalt bei.

Gedankt wurde unter anderem Dr. Joseph Kawuma, medizinischer Berater der DAHW in Uganda, für seine langjährige Unterstützung. Und auch die DAHW, vertreten durch Repräsentant Olaf Hirschmann, wurde für die langjährige, treue Partnerschaft geehrt.


Weitere Informationen zur Arbeit der DAHW in Uganda
Buluba Hospital als Ort der Hoffnung