Welt-Lepra-Tag 2008: Mahatma Gandhi, Stifte und Behinderungen.

Informationen und Hintergründe


Das Datum 27. Januar 2008

Am 30. Januar 1948 wurde Mahatma Gandhi ermordet – der Mann, der nicht nur Indien in die Unabhängigkeit geführt, sondern auch die "Unberührbarkeit“ von Leprakranken überwunden hat: "Fürsorge für Lepra-Kranke schafft nicht nur mit medizinischen Mitteln Linderung. Sie verwandelt frustrierenden Alltag in erfülltes Dasein, persönlichen Ergeiz in selbstlosen Dienst."

Zu Gandhis fünftem Todestag 1954 rief der französische Jurist und "Apostel der Leprakranken“ Raoul Follereau den ersten Welt-Lepra-Tag aus: zu Ehren von Gandhi immer am letzten Sonntag im Januar.

Inzwischen ist der Welt-Lepra-Tag ein internationaler Gedenktag und wird am 27. Januar 2008 zum 55. Mal begangen. In zahlreichen Ländern der "Dritten Welt“ ist er zu einer festen Institution geworden. Mit Aktionen wird über die Gefahren der Krankheit aufgeklärt und mit Volksfesten werden die Erfolge im Kampf gegen Lepra gefeiert.

Stifte die wirken

In Deutschland verkaufen an diesem Tag ehrenamtliche DAHW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in vielen Städten Stifte zugunsten von Leprakranken. Warum Stifte? – Damit wird gleichzeitig an die Diagnose von Lepra erinnert: Mit einem Stift kann man an verdächtigen Hautstellen kontrollieren, ob ein Patient noch den Tastsinn besitzt. Mit dem Verkauf von Stiften wird der Kampf gegen Lepra unter-stützt.
-> Stifte die wirken - Mach  mit! 

Spenden für ein Leben ohne Lepra

Die Behandlung eines Leprapatienten kostet rund 50 Euro – doch damit allein ist den meisten Patienten nicht geholfen. Immer noch gibt es jahrtausendealte Vorurteile, werden Leprakranke ausgestoßen – selbst nach ihrer Heilung. Die typischen Verstümmelungen an Händen und Füßen behindern nicht nur bei der täglichen Arbeit, sie sind oft genug auch Anlass für ein andauerndes Ausgrenzen aus dem Alltagsleben.

Am Welt-Lepra-Tag 2008 erinnert die DAHW besonders an das Leid der durch Lepra behinderten Menschen in der "Dritten Welt“. Dort gehört Lepra auch heute noch zum Alltag, jährlich erkranken Hunderttausende neu, und bis zu vier Millionen Menschen leben mit Behinderungen durch diese Krankheit.

In den Projekten der DAHW wird daher ganzheitlich gearbeitet: neben der medizinischen Behandlung ist die Rückkehr in den Alltag eine wichtige Säule. Ehemalige Leprapatienten müssen die Möglichkeit bekommen, ihren eigenen Lebensunterhalt durch Arbeit selbst bestreiten zu können. Dies geht nicht ohne Hilfe!


Spenden für ein Leben ohne Lepra