Welt-Lepra-Tag 2009:

Mahatma Gandhi, Stifte und Behinderungen


Das Datum 25. Januar 2009

Am 30. Januar 1948 wurde Mahatma Gandhi ermordet. Dieser große Mann hat nicht nur die englische Besatzung Indiens überwunden, sondern auch die „Unberührbarkeit“ von Leprakranken: "Fürsorge für Lepra-Kranke schafft nicht nur mit medizinischen Mitteln Linderung. Sie verwandelt frustrierenden Alltag in erfülltes Dasein, persönlichen Ergeiz in selbstlosen Dienst."
Zu Gandhis sechstem Todestag 1954 rief der französische Jurist und „Apostel der Leprakranken“ Raoul Follereau den ersten Welt-Lepra-Tag aus: zu Ehren von Mahatma Gandhi immer am letzten Sonntag im Januar.
Inzwischen ist der Welt-Lepra-Tag ein internationaler Gedenktag und wird am 25. Januar 2009 zum 56. Mal begangen. In vielen Entwicklungsländern ist er zu einer festen Institution geworden: Mit großen Volksfesten feiern die Menschen die bisherigen Erfolge im Kampf gegen Lepra.

Stifte die wirken

DSC_7836Rund um den Welt-Lepra-Tag werden in vielen Städten Deutschlands ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DAHW sowie Schülerinnen und Schüler Stifte zugunsten von Leprakranken verkaufen. Warum Stifte? – Damit erinnern sie an die Diagnose von Lepra: Mit einem Stift kann man an verdächtigen Hautstellen kontrollieren, ob ein Patient noch den Tastsinn besitzt. Mit dem Verkauf von Stiften wird der Kampf gegen Lepra unterstützt.

Spenden für ein Leben ohne Lepra

Die Behandlung eines Leprapatienten kostet rund 50 Euro – doch damit allein ist den meisten Patienten nicht geholfen. Immer noch gibt es jahrtausendealte Vorurteile, werden Leprakranke ausgestoßen – selbst nach ihrer Heilung. Die typischen Verstümmelungen an Händen und Füßen behindern nicht nur bei der täglichen Arbeit, sie sind oft genug auch Anlass für ein andauerndes Ausgrenzen aus dem Alltagsleben.

Am Welt-Lepra-Tag 2009 erinnert die DAHW besonders an das Leid der durch Lepra behinderten Menschen in der „Dritten Welt“. Dort gehört Lepra auch heute noch zum Alltag, jährlich erkranken Hunderttausende neu, und bis zu vier Millionen Menschen leben mit Behinderungen durch diese Krankheit.

In den Projekten der DAHW wird daher ganzheitlich gearbeitet: neben der medizinischen Behandlung ist die Rückkehr in den Alltag eine wichtige Säule. Ehemalige Leprapatienten bekommen Möglichkeiten, ihren eigenen Lebensunterhalt durch Arbeit selbst bestreiten zu können. Ohne Unterstützung ist dies für die meisten Patienten unmöglich, und ohne Spenden kann die DAHW diese Unterstützung nicht leisten.


 Bitte helfen Sie! Allein mit 50 Euro ist Lepra heilbar


 Pressemeldung und aktuelle Informationen zum Welt-Lepra-Tag 2009