Jahresbericht 2005

Afrika
Land / Projekte Aufwände Details
127 Projekte 6.955.507,53 €
Angola: 2 Projekte 54.314,19 €
Benin: 1 Projekt 10.000,00 €
Burkina Faso: 1 Projekt 10.000,00 €
Burundi: 1 Projekt 35.022,50 €
Ghana: 1 Projekt 30.000,00 €
Guinea Bissau: 1 Projekt 12.006,00 €
Kamerun: 1 Projekt 53.324,14 €
Kenia: 1 Projekt 20.000,00 €
Liberia: 2 Projekte 151.131,37 €
Madagaskar: 1 Projekt 15.000,00 €
Malawi: 1 Projekt 2.500,00 €
Mali: 1 Projekt 10.000,00 €
Mosambik: 1 Projekt 17.400,00 €
Nigeria: 14 Projekte 1.204.740,08 €
Senegal: 3 Projekte 386.509,15 € mehr Details
Mehr Rechte für Lepradörfer

 

Seit 1978 unterstützt die DAHW mit einem Sozialprogramm mehrere Lepradörfer im Senegal bei der Entwicklung zu gleichberechtigten Gemeinden. Die langjährigen Bemühungen der Sozialarbeiter und Dorfbewohner trugen nun in den Jahren 2004 und 2005 erste Früchte in den Dörfern. Die Siedlungen (7.600 Einwohner) wurden noch während der Kolonialzeit gegründet, um die Kranken zu isolieren, und waren bis vor kurzem von allen staatlichen und re- gionalen Landesentwicklungsprogrammen ausgeschlossen. Die DAHW-Sozialarbeiter organisierten im Laufe der letzten zehn Jahre unter anderem Ausbildungskurse für die Dorfbewohner in den Bereichen Selbstorganisation, Bildung von Dorfgruppen und einer Dorfverwaltungsstruktur. Im Dorf Sowane wurden im Jahr 2004 die Grundstücke den Familien überschrieben. Die Beteiligung an den Kreisverwaltungen durch gewählte Dorfvertreter soll in den nächsten Jahren auch hier möglich gemacht werden. 2005 folgten dann drei weitere Lepradörfer, deren Bewohner nun über ein eigenes kleines Grundstück verfügen (Koutal, Fadiga und Teubi).
Sierra Leone: 4 Projekte 617.017,77 €
Sudan: 16 Projekte 740.300,58 € mehr Details
Versorgung im Süd-Sudan

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Dr. Adolf Diefenhardt (DAHW), am Bett des an Tuberkulose und Aids erkrankten Patienten im Krankenhaus von Rumbek im Sudan.
Foto: DAHW/Martina Vornberger

Die medizinische Versorgung imüd S-Sudan blieb auch 2005 nach dem Ende des Bürgerkrieges kritisch. Nur zwanzig Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung. Bislang leisten vorrangig Kirchen und Hilfsorganisationen medizinische Arbeit. Sie ist allerdings nicht flächendeckend, weil bislang ein Staat als Partner fehlt. So werden in 15 regionalen DAHW-Projekten zwar über 2.000 Tuberkulose-Fälle behandelt. Die Dunkelziffer der Neuerkrankungen im gesamten Rebellen-Gebiet ist aber weitaus höher, mindestens fünf- bis zehnmal so hoch. Die DAHW stellte 2005 unter anderem Medikamente für Behandlungszentren bereit und finanzierte Geländewagen, damit Kranke auch in abgelegenen, schwer zugänglichen Regionen behandelt werden können. In Rumbek unterstützte die DAHW eine Lepra-Klinik, in der schwer behinderten Menschen geholfen wird. Auch 2006 wird die Hilfe fortgesetzt. Besonders schwierig war es auch 2005, qualifiziertes einheimisches Personal zu finden. Viele Ärzte und Gesundheitshelfer sind während des jahrzehntelangen Konflikts entweder geflüchtet oder wurden getötet. Um die Lücken zu schließen, bildet die DAHW in Uganda Gesundheitspersonal für den Süd-Sudan aus.

Tansania: 20 Projekte 596.276,92 €
Togo: 3 Projekte 142.695,27 € mehr Details
40 Jahre Hilfe in Togo Im Jahr 2005 konnte die DAHW auf ein Jubiläum in Togo zurückblicken. 40 Jahre zuvor hatte sie den ersten Kontakt zu dem afrikanischen Land. Damals wurden Medikamente und Sachspenden geliefert. Schon ein Jahr später wurde der Aufbau eines Nationalen Lepra-Kontrollprogramms unterstützt. Anfangs halfen wir vor allem den beiden größten Lepradörfern Akata und Kolowaré, schrittweise wurde dann ein das gesamte Land abdeckendes Programm aufgebaut. Im Laufe des 40-jährigen Engagements in Togo wurde viel erreicht – vom Bau von 19 Gesundheitsposten für die Leprabehandlung bis hin zur Wiedereingliederung von Leprakranken in die Gesellschaft. Die DAHW konnte dazu beitragen, dass die Patientenzahlen in Togo drastisch gesunken sind. 1985 wurden noch 898 neue Leprafälle in Togo gefunden, 2004 waren es nur noch 176 neu Erkrankte. Die merkliche Verbesserung der Lepra-Situation ermöglichte es der DAHW, sich der Bekämpfung der Tuberkulose zuzuwenden. 1992 begann die DAHW zusätzlich zur Lepra-Arbeit mit der Tuberkulose-Kontrolle.
Uganda: 20 Projekte 998.434,85 €
Überregional: 0 Projekt 593.914,56 €
Ägypten: 6 Projekte 126.225,90 €
Äthiopien: 26 Projekte 1.128.694,25 € mehr Details
Nahrung für Kinder Im ältesten Projekt der DAHW, dem Krankenhaus von Bisidimo im äthiopischen Hochland, wurde wie in den vergangenen Jahren auch 2005 therapeutische Zusatznahrung für Kinder unter fünf Jahren ausgegeben. In der Gegend um Bisidimo bleibt immer wieder der Regen aus und die Ernte verdorrt. Deswegen treten Dürre und Hunger auf. Unterernährte Kinder sind anfälliger für Krankheiten wie Tuberkulose. Um die Wasserversorgung zu verbessern, ist jetzt angedacht, neue Brunnen zu bauen. Die Brunnen von Bisidimo reichen nicht tief genug, um bei der anhaltenden Dürre genügend Wasser für die angrenzenden Siedlungen des Krankenhauses zu spenden. Mit Hilfe der Regierung des Bundesstaates Oromiya wurde ein geologisches Gutachten für vier neue Tiefbrunnen erstellt. Die Zukunft von Bisidimo hängt davon ab.

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