Dr. Chris Schmotzer - beherzt im Kampf gegen Tuberkulose

Dr. Chris Schmotzer hält Sprechstunden in Mansehre

Seit 1988 ist Dr. Chris Schmotzer in Pakistan – zunächst als Lepra-Ärztin. Seit 10 Jahren kümmert sie sich verstärkt um Tuberkulose-Patienten

Die seit 1988 im pakistanischen Rawalpindi Leprosy Hospital tätige Ärztin und medizinische Leiterin kämpft Tag für Tag gegen die Tuberkulose. Immer ihr Ziel vor Augen, dieser schweren Krankheit eines Tages Einhalt zu gebieten, ließ sie sich auch von der Jahrhundertflut 2010 nicht einschüchtern.


Seit 1988 arbeitet Dr. Christine Schmotzer im Rawalpindi Leprosy Hospital. Die dem Orden der Christusträger-Schwestern, einer in Süddeutschland beheimateten Schwesterngemeinschaft, angehörige Ärztin übernahm 1993 die medizinische Leitung. Bereits seit 1965 arbeitet die DAHW mit den Christusträger-Schwestern zusammen. In Pakistan sind sie unter dem Namen ALP (Aid to Leprosy Patients) aktiv und leisten im Kampf gegen Lepra und Tuberkulose einen unverzichtbaren Beitrag. Im Rawalpindi Leprosy Hospital werden jährlich viele Patienten diagnostiziert und erhalten kostenlos die rettende Behandlung. Dr. Chris Schmotzer arbeitete zunächst als Lepra-Ärztin, seit ca. 10 Jahren kümmert sie sich verstärkt um Tuberkulose-Patienten, ganz besonders um die ansteigende Zahl mit resistenten Erregern. Bei den Krankheitsformen MDR-Tuberkulose (multidrug resistant tuberculosis) und XDR-Tuberkulose (extensively drug resistant tuberculosis)  handelt es sich um Stämme, die gegen die beiden stärksten Medikamente Rifampicin und Isoniazid resistent sind.

Durchhalten – Krisen bewältigen

Die Jahrhundertflut 2010, die 20 Millionen Menschen in Pakistan über Nacht obdachlos machte, und das schwere Erdbeben ein halbes Jahr später verschlimmerten die Situation und die Lebensumstände der Patienten. Doch Dr. Chris Schmotzer hielt durch und leistete Übermenschliches. Unerschrocken fing sie, gemeinsam mit ihrem Team, einfach wieder von vorne an: „Wir sind dankbar, dass die Patienten immer gut versorgt werden konnten nach der Flut. Es wirkt sich aus, dass wir sie gut über ihre Krankheit und die Notwendigkeit einer langfristigen Behandlung aufklären. So haben wir immer wieder erlebt, dass Patienten selbst die Initiative ergriffen haben, um ihre Behandlung z.B. nach einer Umsiedlung nicht zu unterbrechen."

Die Arbeit geht weiter

Viele Patienten suchen im von den Spendern der DAHW unterstützten Krankenhaus von Rawalpindi Hilfe. Dr. Schmotzer untersucht alle Kranken und sorgt für ihre Behandlung. Seit das als Leprakrankenhaus gegründete Hospital mit seinen 72 Betten auch TB-Diagnose durchführt und Behandlungszentrum ist, gilt ihre Aufmerksamkeit vor allem dem Kampf gegen die Tuberkulose (TB). Denn so wie die Lepra muss auch diese Armutskrankheit frühzeitig erkannt und richtig behandelt werden, damit die Menschen nicht sterben müssen.

Mit Ihrer Spende an die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe können auch Sie einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass Dr. Chris Schmotzer und ihr Team ihrem großen Ziel ein Stück näher kommen: der gefährlichen Krankheit Tuberkulose Einhalt zu gebieten.


Helferin vor Ort in Pakistan
Portrait Dr. Chris Schmotzer

"Wir behandeln Menschen, nicht Krankheiten"
Schwester Chris zu Besuch in Würzburg


Fluthilfe in Pakistan
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Interview mit Dr. Schmotzer
Ein Jahr nach der Flut