Äthiopien - Die DAHW in Arsi

Landkarte Äthiopien
Äthiopien gehört zu den ärmsten Ländern der Erde und steht auf Platz 157 (von 169) im Entwicklungsindex der Vereinten Nationen. Das Durchschnittseinkommen liegt unter 20 Euro pro Monat, fast 44% der Kinder sind unterernährt und 11% sterben vor ihrem 5. Geburtstag. 64% der Äthiopier sind Analphabeten.

Die Region Arsi, in Zentral- Äthiopien, gehört zu den ärmsten Regionen des Landes. Hier leben 86% der fast 3 Mio. Einwohner auf dem Land. Für die gesamte medizinische Versorgung gibt es lediglich 2 Krankenhäuser und 57 Gesundheitsstationen.

Aus dieser Region wurden in der Vergangenheit nur wenige Tuberkulosekranke gemeldet. Was sich auf den ersten Blick positiv anhört,
hat die Verantwortlichen der DAHW alarmiert: Tatsächlich mangelte es an geschultem Personal – viele TB-Kranke blieben deshalb unentdeckt
und haben die Krankheit weiter verbreitet.

Zusammen mit amerikanischen und niederländischen Partnern hat die DAHW daher fast 1.000 Gesundheitshelferinnen weitergebildet. Diese sind nach einer einjährigen Ausbildung die ersten Ansprechpartner für alle gesundheitlichen Probleme in den fast 500 Dörfern der Region.

Noch vor einem Jahr wurden hier nur 32% aller TB-Kranken entdeckt und behandelt. Ende letzten Jahres waren es bereits 51%. Für den
DAHW-Repräsentanten Ato Ahmed ist das jedoch nicht genug: Er möchte diese Quote weiter ausbauen und langfristig halten. Dafür benötigt er in diesem Jahr noch 45.000 Euro für die kontinuierliche Betreuung und Weiterbildung der Mitarbeiter. Und gern würde er dieses Modellprojekt auch auf andere Regionen übertragen.

Einfacher ist da schon Ahmeds kurzfristiger Wunsch: Mikroskope für alle 57 Gesundheitsstationen. Die bislang angeschaff ten Mikroskope müssen für die Diagnose oft von Station zu Station wandern, damit überall die Sputum-Proben untersucht werden können.


Mama soll wieder gesund werden
Weitreichendes Modellprojekt in Ähtiopien

Die Armenregion Arsi
Gesundheitshelferinnen für TB ausgebildet. Unser Projekt vor Ort.

Ahmed Mohammed: "Danke an alle Unterstützer
Ahmed Mohammed berichtet über die Arbeit vor Ort


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