Die DAHW in Kolumbien

Karte Kolumbien

Seit 1960 ist die DAHW in Kolumbien aktiv. Auch hier werden Lepra-Kranke häufig noch diskriminiert und von der Gesellschaft ausgeschlossen.


Mit 45,5 Millionen Einwohnern ist Kolumbien nach Brasilien der bevölkerungsreichste Staat Südamerikas und hat auf Grund seiner Geschichte eine sehr diversifizierte Bevölkerungsstruktur. 74 Prozent der Gesamtbevölkerung leben in den Ballungsgebieten und Städten. Kolumbien ist eigentlich ein reiches Land. Nur ist der finanzielle Reichtum leider auf wenige Menschen beschränkt, die sich gegenüber der großen Mehrheit mit Waffengewalt abschirmen.

So kommt es, dass die meisten Menschen nur das Nötigste zum Überleben haben. Wer an Lepra erkrankt ist, wird oft ausgestoßen, selbst die Kinder werden aus der Schule ausgeschlossen. Einfache Hütten an den Rändern der Städte sind die Zufluchtsorte für diese Menschen.

Anfertigung einer ProtheseFachwissen und handwerkliches Geschick sind Voraussetzung für die Herstelllung einer guten Protese. Foto: Kopp / DAHW

Die DAHW arbeitet seit 1960 in Kolumbien, ab 1966 landesweit mit dem Lepra-/TB-Kontrollprogramm. Unsere Unterstützung erfolgt im ganzen Land durch Bereitstellung von Schutzmaterialien, wie Kopfbedeckungen, Handschuhe zum Kochen, Vaseline und Öl zur Vorbeugung von Hautschäden, Augentropfen, orthopädisches Schuhmaterial und Spezialsohlen.

Bei bereits bestehenden Behinderungen erhalten die Patienten Physiotherapie, Prothesen, Gehhilfen und Rollstühle sowie wiederherstellende Chirurgiemaßnahmen.


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