Die DAHW in Pakistan

Karte Pakistan

Im Süden von Pakistan unterstützt die DAHW seit vielen Jahren Lepra- und Tuberkuloseprojekte. Nach der Flutkatastrophe 2010 beteiligt sich die DAHW am Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur.


1960 gründete Dr. Ruth Pfau in Karachi das MALC (Marie Adelaide Leprosy Centre) und nahm als katholische Ordensschwester ihren Kampf gegen Lepra auf. Sie und das MALC werden seit 1961 von der DAHW unterstützt. Heute hat dieses Leprareferenzkrankenhaus 72 Betten. Außer in der Provinz Punjab wird das Leprakontrollprogramm in allen anderen Provinzen Pakistans vom MALC durchgeführt. Mit Unterstützung des MALC können ehemalige Leprapatienten ihre Lebenssituation verbessern. Durch Kleinkredite und andere Einkommen schaffende Maßnahmen erhalten sie die Möglichkeit, sich eine neue Existenz zu schaffen und sich und ihre Familien zu ernähren.

Im Norden Pakistans arbeitet die DAHW mit Dr. Chris Schmotzer vom Orden der Christusträger-Schwestern zusammen. Sie ist seit 1988 medizinische Leiterin des Rawalpindi Leprosy Hospital, das 1970 mit Unterstützung der DAHW erbaut wurde.

Das Basis- und Referenzzentrum für Lepra hat ein Einzugsgebiet von rund 90 Millionen Einwohnern. Seit 2001 ist das Krankenhaus auch Behandlungszentrum innerhalb des nationalen TB-Kontrollprogramms. Durch Aufklärungsarbeit vor Ort wirken Dr. Schmotzer und ihr Team der Verbreitung von Tuberkulose entgegen. Neben Plakaten, Handzetteln und anderem Informationsmaterial zur Sensibilisierung der Bevölkerung gibt es intensive Schulungen für das medizinische Personal. Rund 100.000 Schüler können bei Informationsveranstaltungen jährlich erreicht werden.

In Balakot, rund 170 km nördlich von Rawalpindi, bietet Chris Schmotzer regelmäßig Sprechstunden für Frauen an, die mit gynäkologischen Problemen oder Lepra zu ihr kommen.

Nach der verheerenden Flut im Sommer 2010 richtete die DAHW ein Wiederaufbauprogramm ein. Seit dem Zusammenschluss der DAHW mit MALC, Caritas Österreich und Caritas St. Pölten zu einem Fluthilfe-Konsortium im November 2012 finden ein intensiver Erfahrungsaustausch und eine Koordination der Aktivitäten statt.


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