Nachhaltige Entwicklung durch Mikrokredite

Dank Mikrokredit ist der Aufbau einer Viehzucht möglich

Mit Viehzucht verdient dieser pakistanische Bauer seinen Lebensunterhalt. Foto: DAHW

"Gib einem Hungernden einen Fisch und er wird an diesem Tag satt werden - gib ihm eine Angel und lehre ihn fischen, dann wird er nicht mehr hungern." Mit diesem Konfuzius zugeschriebenen Zitat kann man die Arbeit der DAHW mit Mikrokrediten am besten beschreiben.


Besonders Lepra ist eine Krankheit, die Spuren hinterlässt: Die typischen Behinderungen an den Gliedmaßen sorgen für Diskriminierung, sie haben z.B. zur Folge, dass Patienten auch nach ihrer medizinischen Heilung keine Arbeit bekommen. Oftmals reicht es sogar aus, dass die Eltern an Lepra erkrankt waren, weil die Angst vor der Krankheit so groß ist.

Sozialarbeiter der DAHW und ihrer Partner vor Ort kümmern sich um insgesamt rund 120.000 Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben haben – jeder dritte davon war an Lepra erkrankt.

Was mit der Förderung von Schul- und Berufsausbildung beginnt, findet durch die Mikrokredite seine Fortsetzung. Ehemalige Patienten werden zu „Geschäftsleuten“. Die Erwerbsquellen sind sehr unterschiedlich: Die Kleinunternehmer züchten Vieh, bauen Gemüse zum Verkauf auf dem Markt an, bieten handwerkliche Dienstleistungen oder Waren an. Zwar sind es kleine Geschäfte, aber es reicht oft aus, um den Lebensunterhalt für sich selbst und ihre Familien selbst erarbeiten zu können.

Die meisten Patienten können ihre Kredite zurückzahlen, einige stellen sogar andere Patienten als Mitarbeiter ein und fast alle können zumindest von ihrer Arbeit leben. Die Sozialarbeiter der DAHW unterstützen sie dabei, z.B. bei Abrechnungen oder bei den Behörden.