Sivananda - Ort der Hoffnung und der Menschlichkeit

Klein und Groß - eine Gemeinschaft in Sivananda

Klein und Groß - eine Gemeinschaft in Sivananda. Foto: Fabian Fiechter / DAHW

Seit 1978 unterstützt die DAHW das Sivananda Rehabilitation Home am Rand von Hyderabad. Entstanden aus einem Asyl für Leprakranke, die aus der Stadt vertrieben wurden, ist es heute Lepra-Referenzhospital für rund 8 Mio. Einwohner.


In vielen kleinen Häusern auf dem Gelände leben 450 Menschen, die wegen ihrer Lepra-Erkrankung verstoßen wurden oder durch ihre Behinderungen aufgrund ihrer Erkrankungen nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Sivananda hat eine eigene Schule auch für Kinder, die hier stationär behandelt werden. Dort kümmert man sich besonders um Kinder, die vorher nicht oder nur sporadisch eine Schule besucht haben.

Insgesamt 1.748 Lepra-Patienten bekamen im vergangenen Jahr in Sivananda ihre Therapie, weitere 248 wurden wegen Lepra-Reaktionen behandelt. Bei 762 früheren Patienten wurden die durch Lepra geschädigten Gliedmaßen orthopädisch behandelt, bei 568 davon auch mit chirurgischen Eingriffen.


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Die Ärzte Dr. Ananth Reddy und Dr. August Beine haben dafür spezielle OP-Techniken entwickelt und sich in der wiederherstellenden Handchirurgie einen guten Ruf erarbeitet.

Von Lepra betroffene Frauen in Sivananda

In Sivananda haben die von der Lepra Gezeichneten ein Heim gefunden. Foto: Fabian Fiechter / DAHW

Zudem bilden sie medizinisches Personal aus anderen Hospitälern aus. Die Kombination aus klassischer Behandlung mit Medikamenten, aufbauender Physiotherapie und wiederherstellender Chirurgie ist erfolgreich: Viele Menschen können ihre Hände wieder nutzen, obwohl die Nervenbahnen zerstört waren.

Diagnose und Therapie sind für an Lepra erkrankte Menschen kostenlos. Die meisten Patienten könnten dies ohnehin nicht selbst bezahlen, Lepra ist eine Krankheit der Armut. Genau wie Tuberlukose: 680 TB-Patienten im Jahr 2014 haben in Sivananda ihre lebensrettende Therapie bekommen.