20.-22.06.09 Brasilien, Pantanal
DAHW-Repräsentant Manfred Göbel und TB Spezialist Dr. Ruffino. Foto: Nikola Freygang
7. 8. und 9. Tag, vom Naturschutzgebiet zum Planungs- und Evaluierungsseminar
Am Wochenende durften wir die wunderschöne Natur des Pantanals bestaunen. Das Naturschutzgebiet zählt zu den größten Feuchtbiotopen der Welt und ist für seine riesige Artenvielfalt bekannt. Mit viel Glück sieht man hier neben Kaimanen, Jabirus (Riesenstorch) und Capybaras (gehören zu der Familie der Meerschweinchen) sogar Pumas. Nur letzteres ist uns verwehrt geblieben.

Ein Jabiru im Pantanal. Foto: Nikola Freygang
Heute haben wir uns wieder ganz der Arbeit gewidmet. Früh morgens ging es zum Planungs- und Evaluierungsseminar für Lepra und Tuberkulose, das wir seit vielen Jahren gemeinsam mit der brasilianischen Regierung veranstalten, um die Programme weiter zu verbessern. Anwesend sind Mitarbeiter von allen Projekten, die von uns unterstützt werden, über 30 sind es alleine hier in Brasilien! Manfred Göbel erzählt mir, dass namenhafte Referenten dabei sind. Dr. Ruffino zum Beispiel, zählt auf dem Gebiet der Tuberkulose zu den Experten und ist in ganz Brasilien bekannt.
Jedes einzelne Projekt bemüht sich, die Bevölkerung so gut wie möglich zu erreichen. Zum einen um Aufklärung und Prävention zu betreiben, zum anderen um Erkrankten frühzeitig eine Behandlung zu ermöglichen. Dem Einfallsreichtum der Gesundheitsmitarbeiter ist dabei kaum Grenzen gesetzt. Die einen entwickeln Mäppchen für Fahrzeugpapiere, die anderen Schutztücher für die großen Wasserspender mit aufgedruckten Krankheitssymptomen von Lepra und TB. Wieder andere verteilen Taschen.

Papiertragetasche mit Fakten zu Lungentuberkulose. Foto: Nikola Freygang
An den Vorträgen und den interessierten Nachfragen merkt man, dass alle Mitarbeiter hier mit Herz und Seele dabei sind. Die meisten Projekte veranstalten mehrmals im Jahr große Aufklärungskampagnen, bei denen sie zusätzlich große Stände in der Innenstadt aufbauen, Plakate aufhängen und Flyer verteilen. Häufig finden sie dabei sofort Dutzende von neuen Verdachtsfällen. In den Tagen danach untersuchen sie die Patienten sowie deren Familienmitglieder genau und beginnen bei Bedarf sofort mit der Behandlung.

Dieses Mäppchen für Fahrzeugpapiere dient in Brasilien als Aufklärungsmaterial. Foto: Nikola Freygang





