Reisetagebuch - Oldtimerrallye - 2000 km durch Deutschland

Vor DK in Fritzlar

2. Tag, Sonntag, 5. Juli - auf nach Kassel und Bad Homburg


Der Peugeot schnurrt wie ein Kätzchen, schon beim Start klatschen die Zuschauer und hellen unsere müde Gesichter deutlich auf. Gut, es beginnt heute nicht schon um fünf, sondern erst um acht Uhr, aber dafür steckt uns der letzte Tag noch in den Knochen, dazu ist es Sonntag, dann die Reparatur bis in den späten Abend, dann die vielen Gespräche, weil die anderen Oldtimerfahrer natürlich wissen wollten, wohin das gesammelte Geld gehen soll, und schon war auch diese Nacht wieder kurz.

Aber jetzt ist das alles ziemlich egal: es geht endlich los auf die erste richtige Etappe von Hannover über Kassel nach Bad Homburg – über 400 Kilometer wieder mit verschiedenen Prüfungen und zahlreichen Durchfahrtkontrollen, die man möglichst nicht verpassen sollte. Der gestrige Tagessieger drückt uns für heute die Daumen – hat er zumindest gesagt, aber das hätte er mal gestern machen sollen, dann wäre er aber nicht Tagessieger geworden. Aber können wir nochmals soviel Glück haben und eine Prüfung auf die Hundertstel genau schaffen?

Wir versuchen es jedenfalls noch mal und landen – nein, nicht wieder genau auf der Sollzeit, aber heute nur 13 Hundertstel daneben. Nicht schlecht, denken wir und schaffen auch alle Durchfahrtkontrollen, selbst die beiden versteckten. Die sind eine kleine Aufmerksamkeit des Veranstalters für alle unaufmerksamen Teilnehmer: In Zeiten, in denen ein Navi fast selbstverständlich ist, fahren einige Teilnehmer nämlich kaum noch nach dem Bordbuch. Das ist zwar nicht verboten, aber ein oder zwei Kontrollen pro Etappe sind eben nicht vorher angekündigt und werden höchstens von denen gesehen, die streng nach dem im Bordbuch vorgegebenen Strecke fahren, aber selbst von denen verpassen einige diese Stellen.

Heute jedoch sind wir aufmerksam und haben alle Stempel auf der Bordkarte, aber heute haben wir halt nicht die Prüfung auf die Hundertstel genau getroffen – ein anderes Team war noch besser, wieder „nur“ Zweiter!

Macht aber gar nichts, da wir ohnehin nur der Ordnung halber auf den Listen erscheinen: Wir sind ja hier, um die Spendenaktion erklären zu können und fahren daher nicht in der Wertung mit, aber der Ehrgeiz ist trotzdem geweckt. Inoffiziell wären wir heute das führende Team in der Gesamtwertung.

 

1. Tag, Samstag, 4. Juli - Morgens um fünf Uhr starten wir 

3. Tag, Montag, 6. Juli - von Bad Homburg nach Ulm

4. Tag. Diensag, 7. Juli - durch das Schwabenland 

5. Tag, Mittwoch, 8. Juli - Ruhetag am Bodensee

6. Tag, Donnerstag, 9. Juli - Richtung Sonne

7. Tag, Freitag, 10. Juli - zu den Weinanbaugebiete

8. Tag, Samstag, 11. Juli - Es ist vollbracht!

9. Tag, Sonntag, 12. Juli - The Day after.