Mary, eine Leprapatientin von vielen

Die ehemalige Lepra-Patientin Mary wurde erfolgreich behandelt

Traurig und glücklich zugleich: Eine Geschichte aus Sierra Leone


Sie ist eine von vielen Leprapatienten in Sierra Leone. Wir kennen ihren Namen nicht, aber ihre Geschichte. Ihr Schicksal ist gleichbedeutend mit dem der anderen. Nicht mehr und nicht weniger. Sie alle eint die Tatsache, dass sie ohne den Einsatz der vor Ort tätigen Mitarbeiter der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe weder Hoffnung noch Zukunft erleben würden. Nennen wir sie Mary. Mary, die Lepra-Patientin, die heute wieder lachen kann.


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Mary einst, von Lepra gezeichnetEntdeckt wurde sie von der Krankenschwester einer christlichen Nichtregierungsorganisation im entfernten Dorf Kamakumba im Bezirk Koinadugu. Yvonne Harding, DAHW-Repräsentantin in der Hauptstadt Freetown, wurde benachrichtigt und um Hilfe gebeten. „Wir mussten die Regeln einhalten“, sagt Harding. „Wir benachrichtigten die Verantwortlichen des Nationalen Lepra-Programmes, die den Fall an die zuständige Gesundheitsbehörde in Koinagudu im Norden des westafrikanischen Landes weitergab. Harding und ihr Team kontaktierten gleichzeitig den regionalen Verantwortlichen für Lepra und TB im Norden. „Wir mussten sichergehen, dass sie tatsächlich an Lepra leidet“, erklärt Harding den Schritt. Es dauerte nicht lange, und die Vermutung wurde bestätigt. Mary litt an einer ausgebrochenen Lepra-Infektion und war bereits schwer gezeichnet. In Zusammenarbeit mit den nationalen Verantwortlichen veranlassten die DAHW-Mitarbeiter umgehend die Behandlung der verzweifelten Frau.

Bei einem Besuch Monate später traf die Krankenschwester Mary in ihrem Dorf erneut. „Sie ist ein anderer Mensch geworden“, erzählt die Schwester. „Sie lacht, ist glücklich und vor allem steht die Dorfgemeinschaft hinter ihr.“ Dann erinnert sie sich daran, wie Mary einst war, nämlich ausgegrenzt, traurig und von Todesangst gezeichnet. „Und heute kümmert sie sich voller Freude um die Kinder des Dorfes und genießt es, wieder ein Teil vom Ganzen zu sein.“

Das gesamte Team der DAHW freut sich über diese positive Meldung, die die Rückintegration einer einst leprakranken Patientin so wunderbar aufzeigt. Was für ein schönes Zeugnis für gelebtes soziales und unterstützendes Miteinander.


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