1. Definition und Charakteristika

Indien - Chennai: verstuemmelte Leprahaende muessen dringend behandelt werden

Bei der Lepra (Aussatz) handelt es sich um eine chronische Infektion der Haut, der peripheren Nerven und selten auch anderer Organe durch Mycobacterium leprae.


Der Nervenbefall, die extrem lange Duplikationszeit der Erreger und die geringe Rate manifester Erkrankungen unter allen Infizierten machen die Lepra zu einer einzigartigen (myko)bakteriellen Infektion. Die Letalität der Erkrankung ist vergleichsweise gering, wohingegen sie bis zum heutigen Tage einen wesentlichen globalen Risikofaktor für die Ausbildung von Behinderungen darstellt. Die Übertragung erfolgt vermutlich größtenteils durch Tröpfcheninfektion.