"Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel"(Charles Darwin). Dieses Zitat trifft für alle Bereiche des Lebens zu, insbesondere für die DAHW.

Der Wandel hat die Eigenart manchmal schneller und manchmal langsamer voran zu schreiten. Ganz zum Stehen kommt er aber nie. Wir nehmen die Veränderungen in unserem Bereich als schnell und umfassend wahr.

Im Jahr 2015 hat sich die DAHW Gedanken um die zukünftige Arbeit gemacht. Zum Wohle der Menschen, die von Lepra, Tuberkulose und anderen armutsbedingten Krankheiten betroffen sind.

  • Wie können wir in Zukunft effektive Hilfe leisten?
  • Welche Mittel stehen uns in Zukunft noch zur Verfügung?

Diese Überlegungen waren und sind nötig, weil sich das Spendenverhalten der Menschen in Deutschland, unsere Gesellschaft und unsere Bevölkerung sich ändern und wir uns weiterhin eine starke und zukunftsfähige DAHW wünschen, die sich für die betroffenen Menschen einsetzt und Hilfe bringt.

Die weltweite Arbeit der DAHW

Die NTDs (Neglected Tropical Disease – vernachlässigte Tropenkrankheiten) spielen für die DAHW eine zunehmend wichtige Rolle. Ein Grund hierfür ist, dass die Lepra im Jahr 2014 von der WHO als eine NTD eingestuft wurde. In den Ländern, in denen wir arbeiten, folgen die Regierungen dieser Vorgabe. Die Interventionsmöglichkeiten werden stark von wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen beeinflusst. Allerdings können wir unsere vorhandenen Infrastrukturen für die Behandlung von weiteren Krankheiten der Armut verwenden und so unsere Wirkung weiter ausbauen.

In einer sich schnell ändernden Welt braucht ein Hilfswerk trotzdem langfristige Ansätze und Aufgaben, die regelmäßig auf ihre Wirkung überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Der Mensch im Mittelpunkt

Der Auftrag der DAHW steht felsenfest, und wird auch die nächsten Jahrzehnte unsere Arbeit führen.

Es ist der Einsatz für die Gesundheit der Menschen, die unter Krankheiten leiden die sie aus der Gesellschaft drängen, stigmatisieren, verarmen lassen und ihnen die Chance auf eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben verweigern.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden haben wir uns entschieden alle Projekte die die DAHW momentan fördert, ab Anfang 2018 erneut grundlegend auf den Prüfstand zu stellen. Wir werden uns kritisch fragen:

  • Was wird in diesen Projekten für unsere Ziele erreicht?
  • Gibt es bessere Alternativen zum Wohle der betroffenen Menschen?
  • Inwieweit haben sich die wirtschaftlichen Förderkriterien verändert?
  • Wie stark sind die nationalen Gesundheitssysteme in den letzten Jahren geworden?
  • Muss die DAHW noch Unterstützung leisten, oder kann der Staat diese Aufgabe selbst übernehmen?

Dabei wird es zu schwierigen Entscheidungen kommen. Wenn es in Einzelfällen zu gravierenden Veränderungen kommt, werden wir den Prozess aktiv zum Wohle der Menschen gestalten. Hierbei ist unser Blick nicht mehr so sehr auf „Inselprojekte“ gerichtet (z.B. Unterstützung einzelner Krankenhäuser), sondern auf Regionen oder Länder, und die Frage wie die betroffenen Menschen dort flächendeckend Hilfe erhalten.

Umsetzung der Neuerung

Ab 2018 sollen die neuen Ziele und die neue Herangehensweise verbindlich in allen Ländern eingeführt sein. Um für die Umstellung und den „Neuanfang“ ausreichend Zeit zu haben, sind die Länder und Partner vor Ort bereits jetzt aufgefordert entsprechende „neue“ Projektanträge zu stellen. Für die neuen Anträge bieten wir aktiv Hilfestellung an.

  1. Die DAHW wird vier Regionalrepräsentanzen unterhalten (Ostafrika, Westafrika, Lateinamerika und Asien). Deren Aufgabe wird es sein, die Unterstützung der DAHW in der jeweiligen Region zu koordinieren.
  2. Es wird eine Projektvergabekommission eingerichtet. Diese siebenköpfige Gruppe entscheidet welche Projekte in Zukunft gefördert werden. Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Gremien und Mitarbeitern der DAHW, sowie einem externen Mitglied. Sie sind verantwortlich für die Transparenz und Fairness im Entscheidungsprozess.

Entschieden wird mit Hinblick auf die Finanzen und mit einer Vorprüfung von MitarbeiterInnen im In- und Ausland. So ist gewährleistet, dass die genehmigten Projekte tatsächlich die Menschen erreichen für die sie gedacht sind.

Burkard Kömm DAHW
Geschäftsführer

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