Deutsche Ärztinnen leisten Flutopfern in Pakistan Hilfe
Kooperation Ärzte für die Dritte Welt und DAHW
(Bad Reichenhall/Frankfurt/Hürth/Würzburg, 6.9.2010). Zwei deutsche Medizinerinnen verstärken das Team von Dr. Ruth Pfau in Karachi. Im Auftrag der Ärzte für die Dritte Welt und der DAHW Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe werden Dr. Elisabeth Klett (78) und Dr. Tara Kamruddin (74) Flüchtlinge, die sich vor der Jahrhundertflut in Karachi und Umgebung in Sicherheit gebracht haben, sechs Wochen ehrenamtlich medizinisch versorgen.
„Unser Partner MALC hat dringend um medizinische Hilfe für Frauen und Kinder gebeten, und da bietet es sich an, die guten Kontakte zu den Ärzten für die Dritte Welt zu nutzen“, erklärt DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm. Und Dr. Harald Kischlat, Geschäftsführer von Ärzte für die Dritte Welt, ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass wir mit der DAHW zusammenarbeiten und zwei erfahrene und kompe-tente Ärztinnen nach Pakistan schicken, um den Menschen vor Ort zu helfen."
„Schon an den tiefliegenden Augen und dem verlangsamten Lidschlag kann man erkennen, dass Kinder an Austrocknung leiden“, erklärt Elisabeth Klett. Die Kinderärztin aus Bad Reichenhall kennt die Symptome von Durchfallerkrankungen gut: „Kinder sind bei solchen Katastrophen besonders anfällig, denn ihr Immunsystem kann die Keime noch nicht so gut abwehren.“ Medikamente und auch die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit sind deshalb unerlässlich.
Elisabeth Klett hatte schon einmal vor, mit Ruth Pfau in Karachi zu arbeiten. Nachdem sie einen Vortrag von ihr gehört hatte, nahm sie Kontakt auf. Damals kam die Zusage der Ärzte für die Dritte Welt schneller. Deshalb freut es sie besonders, dass sie jetzt das Team von MALC unterstützen kann.
Die DAHW leistet seit über fünf Wochen mit ihren Partnerorganisationen Marie Adelaide Leprosy Centre (MALC) in Karachi und Aid to Leprosy Patients (ALP) in Rawalpindi Soforthilfe und bereitet Maßnahmen zum Wiederaufbau vor. Für MALC sind fast 900 Gesundheitshelfer in verschiedenen Landesteilen im Ein-satz. Unterstützt werden sie von einheimischen medizinischen Fachkräften, die derzeit freiwillig und ohne Bezahlung für die DAHW-Teams arbeiten. Die Flüchtlinge leiden derzeit verstärkt an Hautkrankheiten und Magen-Darm-Infektionen.
Für die DAHW ist die Zusammenarbeit bei der Fluthilfe nicht die einzige Kooperation mit Ärzte für die Dritte Welt. Im indischen Kolkata unterstützt sie die Tuberkulose-Behandlung des St. Thomas Home, die von den Ärzten getragen wird.
Gern vermitteln wir Ihnen ein Interview mit den Ärztinnen Dr. med. Elisabeth Klett (Bad Reichenhall) und Dr. med. Tara Kamruddin (Hürth), die voraussichtlich am 11. September nach Pakistan fliegen.
Spenden Sie für die Flutopfer in Pakistan
Spendenkonto 9696 Stichwort „Fluthilfe“
Sparkasse Mainfranken Würzburg
BLZ 790 500 00
Sonderthema: Flut in Pakistan
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