12,3 Millionen Euro im Kampf gegen Lepra und TB

DAHW-Vorstand beschließt Projektetat 2008: 302 Projekte in 33 Ländern


(Würzburg, 21.12.2007). Mit mehr als 12 Mio. Euro wird die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) im Jahr 2008 den Kampf gegen die Krankheiten der Armut fortführen. Diesen Projektetat hat der ehrenamtliche Vorstand des Hilfswerks jetzt verabschiedet.

Schwerpunktländer bleiben weiterhin Indien mit über 1,6 Mio. Euro, Nigeria (1,5 Mio.), Pakistan (1,3 Mio.), Äthiopien (1 Mio.), Sudan (900.000), Tansania und Uganda (je 800.000), sowie Brasilien mit 700.000 Euro. Insgesamt unterstützt die DAHW Projekte in 33 Ländern, davon allein 17 afrikanische Länder, in denen mit mehr als 6,6 Mio. Euro auch ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt.

Der Projektetat 2008 ist mit 12.295.024 Euro rund 500.000 Euro (4,1%) geringer ausgefallen als im Jahr 2007. DAHW-Präsident Alois Pöschmann sieht dies als reine Vorsichtsmaßnahme: "Die Projekte für das kommende Jahr haben wir nach eingehender Prüfung fest zugesagt und deren Finanzierung müssen wir auch sichern. Natürlich wäre es schön, wenn auch mehr Spenden eingingen.“ Die DAHW finanziert ihre Arbeit zum größten Teil aus freiwilligen Spenden.Die DAHW wird 302 Projekte unterstützen, beispielsweise Krankenhäuser, Nationalprogramme zur Erkennung und Bekämpfung von Lepra oder Tuberkulose, mobile medizinische Dienste und Gesundheitszentren oder auch Ausbildung von Gesundheitspersonal und Aufklärungsarbeit für Infektionskrankheiten.

Viele Hilfsprojekte gehen aber auch weit über die rein medizinische Hilfe hinaus, wie zum Beispiel die Ausbildung in Handwerksberufen oder weitere Einkommen schaffende Maßnahmen für von Lepra betroffene Menschen. Im Mittelpunkt der Projektarbeit steht der ganzheitliche Ansatz "Hilfe zur Selbsthilfe“: den Menschen auch in entlegensten Gebieten Zugang zu Diagnose und medizinischer Behandlung sowie nach der Heilung wieder ein normales Leben ermöglichen.

Eine weitere wichtige Säule der ganzheitlichen Hilfe ist die Bekämpfung der Ursachen: Lepra und Tuberkulose sind Krankheiten der Armut – betroffen sind überwiegend Menschen in Entwicklungsländern oder in den Slums der Metropolen von aufstrebenden Schwellenländern wie Indien oder Brasilien. Neben Lepra und Tuberkulose fördert die DAHW auch die Behandlung von "vergessenen“ Krankheiten wie z.B. Buruli Ulcer. Ziel der ganzheitlichen Arbeit ist eine funktionierende Selbsthilfe in den betroffenen Ländern. So wird das vor 50 Jahren als erstes DAHW-Projekt gegründete Krankenhaus in Bisidimo (Äthiopien) inzwischen von Ato Challa geleitet, dessen Eltern als Leprapatienten nach Bisidimo gekommen waren.

-> DAHW-Spendenkonto 9696 bei der Sparkasse Mainfranken (BLZ 790 500 00)

Kontakt: Jochen Hövekenmeier, Tel: (0931) 7948-130, presse@dahw.de