14 Millionen Euro für Hilfe in der "Dritten Welt"

DAHW-Vorstand verabschiedet Projektetat 2006


(Würzburg, 29.11.05) Der Vorstand der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) hat den Projektetat für das Jahr 2006 verabschiedet: Exakt 13.909.018 Euro sind für die Hilfe in der "Dritten Welt“ vorgesehen.

"Mit dem Geld unterstützt die DAHW 335 Projekte in 36 Ländern“, berichtet DAHW-Geschäftsführer Jürgen Hammelehle. "Die Hilfe reicht von der Förderung von Krankenhäusern über die Ausbildung des staatlichen Gesundheitspersonals bis hin zur Betreuung von Behinderten und Ausgestoßenen. Bei dem Geld handelt es sich vor allem um Spenden aus Deutschland.“

Die DAHW hat mehrere ihrer Hilfsmaßnahmen zu größeren Projekten zusammengefasst, so dass sich ihre Zahl im nächsten Jahr im Vergleich zu 2005 um 13 reduziert. Schwerpunktland bleibt Indien mit einem Etat von über zwei Millionen Euro. Der größte Teil des Geldes ist indes für Afrika vorgesehen, mehr als sieben Millionen Euro. Über eine Million Euro entfallen ferner auf Projekte in Lateinamerika. In Regionen, in denen die DAHW bereits Projekte unterstützt, leistet sie bei Bedarf auch Katastrophen- und Wiederaufbauhilfe, so nach dem Tsunami in Indien und nach dem Erdbeben in Pakistan, wo auch Leprakrankenhäuser zerstört wurden.

Der Vorstand verabschiedete außerdem neue Leitlinien der medizinischen und sozialen Projektarbeit, nach denen unter anderem weitere regional auftretende Krankheiten von der DAHW behandelt werden können. "Damit wird die DAHW nicht zu einem neuen Hilfswerk“, so Jürgen Hammelehle. "Wir kommen vielmehr unserer Pflicht und unserem Wunsch nach, dort zu helfen, wo wir helfen können.“

Neben dem Eigenetat von rund 14 Millionen Euro werden der DAHW auch Drittmittel für die Finanzierung ihrer Hilfsmaßnahmen zur Verfügung stehen: 3,7 Millionen Euro. Das Geld kommt teils von Lepra-Hilfswerken anderer Länder, teils handelt es sich um staatliche Zuwendungen. "Die Drittmittel unterstreichen die Vertrauenswürdigkeit der DAHW“, betont Jürgen Hammelehle. "Wir sind für andere ein seriöser Partner.“

Die DAHW hilft seit fast 50 Jahren Kranken und Ausgestoßenen in der "Dritten Welt“. Millionen Menschen leiden dort auch heute noch an den Folgen von Lepra oder sterben an Tuberkulose. Vor allem die Armen am Rande der Gesellschaft zählen zu den Opfern. Die beiden Krankheiten sind heilbar, wenn ärztliche Betreuung und Medikamente vorhanden sind. Genau daran hapert es aber allzu oft in Asien, Afrika und Lateinamerika.

DAHW-Geschäftsführer Jürgen Hammelehle steht für Interviews zur Verfügung.