3. Dezember - Welttag der Menschen mit Behinderung

Jeder zehnte Mensch lebt mit einer Behinderung - weltweit 650 Millionen Menschen. Das geht aus Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor.


In Entwicklungsländern haben viele Menschen mit Behinderung keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsdiensten und Rehabilitation, zu Schulbesuch, beruflicher Bildung und Beschäftigung. So entsteht ein Teufelskreis von Behinderung und Armut. Darauf weist die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe anlässlich des Tages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember hin.

Die Internationale Vereinigung der Leprahilfswerke (ILEP), zu deren Gründungsmitgliedern die DAHW gehört, sieht in der gemeindenahen Rehabilitation CBR („Community based rehabilitation“) einen wichtigen Aspekt, das Thema Behinderung zielgruppengerecht einzuordnen.

„Menschen mit Behinderung werden bei der gemeindenahen Rehabilitation in alles, was sie betrifft, von Anfang an einbezogen – und zwar unabhängig davon, ob die Behinderung Folge einer Lepra-Erkrankung ist oder nicht. Diese Menschen entscheiden selbst und nicht andere für sie“, betont Ernst Hisch, Projektreferent der DAHW. „Die Öffnung der Lepradienste für Menschen mit anderen Behinderungen wird einen Beitrag zur Überwindung des Stigmas und der Armut der davon betroffenen Menschen leisten.“

Die DAHW setzt sich seit mehr als 50 Jahren dafür ein, dass Menschen mit Behinderung in Würde leben können. Rund vier Millionen Menschen leiden infolge einer Lepra-Erkrankung an einer Behinderung. Das 1957 in Würzburg gegründete Hilfswerk will den Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern ein normales Leben ermöglichen mit voller Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Strukturen durch CBR wirkt dabei positiv für die gesamte Entwicklung dieser Länder.