Antibiotika-Resistenzen

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Pressebild der Theatergruppe "Schluck & Weg"

Straßentheater "Schluck & weg" auf dem Stadtfest mahnt: Für Antibiotika ist mehr Forschung und Entwicklung nötig.


Beim Würzburger Stadtfest präsentiert die DAHW das Straßentheater „Schluck & weg“ der BUKO Pharmakampagne. Am 16. September verdeutlicht die bissige Satire die globale Problematik von Antibiotika-Resistenzen. Über diese Probleme sowie ihre weltweite Projektarbeit informiert die DAHW zusätzlich mit einem Stand am 17. September. 

(Würzburg, 9. September 2016). Einst als Wunderwaffe gegen bakterielle Infektionen gepriesen verlieren Antibiotika allmählich ihre Wirksamkeit. Gründe dafür sind unkontrollierte bzw. unnötige Einnahmen oder vorzeitige Abbrüche von Therapien mit diesen Therapeutika. Resistente Erreger machen aber nicht nur in Industriestaaten Probleme. Noch mehr Menschenleben fordern sie in armen Ländern, wo viele Erkrankungen deshalb nicht mehr behandelbar sind.

Die Resistenzen beschäftigen die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe auch in ihrer Projektarbeit. Allein in Pakistan gibt es rund 15.000 Tuberkulose (TB)- Fälle, bei denen die Standard-Medikamente nicht mehr wirken und nur noch extrem teure Ausweichmedikamente und langwierige Behandlungen helfen. „Doch nur drei- bis viertausend dieser Menschen haben Zugang zu solch einer Behandlung“, betont Dr. Chris Schmotzer, die die DAHW in Nordpakistan unterstützt. „Unbehandelt steckt jeder Kranke viele weitere Menschen an.“

Am Freitag, den 16. September, zwischen 15 und 18 Uhr vor dem dm-Markt (QR-Code-Fläche) in der Würzburger Eichhornstraße präsentiert die DAHW das spannende Stück „Totgesagte leben länger“ der BUKO Pharmakampagne gleich mehrfach. Darin werden die Superagenten Alpha und Beta gegen Superkeime kämpfen. Renate Reichelt, DAHW-Referentin für entwicklungspolitische Bildung, ist dabei. „Zu diesem wichtigen Thema laden wir besonders Schulklassen und Jugendgruppen ein, damit diese jungen Menschen lernen, dass eine Behandlung mit Antibiotika eine ernste Angelegenheit ist.“

Eine Ursache für die Entstehung der resistenten Erreger ist der Übergebrauch von Antibiotika. Aus kommerzieller Sicht wollen die Hersteller neuer Medikamente diese möglichst häufig eingesetzt wissen, aus medizinischer Sicht ist genau das Gegenteil sinnvoll. Die DAHW wirbt daher mit dem Straßentheater für einen verantwortungsbewussten Umgang, alternative Forschungsmodelle und mehr öffentliche Forschungsgelder.

„Wir haben mit der BUKO Pharmakampagne bereits gemeinsame Materialien zum Globalen Lernen herausgeben, beispielsweise eine Tuberkulose-Unterrichtseinheit“, ergänzt Reichelt, „denn gerade bei der TB sind Resistenzen oft tödlich.“ Nach dem Theaterstück wird die Bildungsreferentin auch für Fragen, Diskussionen oder weiterführende Informationen bereit stehen.

Einen Tag später, am Samstag, 17. September, ist die DAHW mit einem weiteren Infostand beim Stadtfest präsent. Von 10 bis 21 Uhr gibt es aktuelle Informationen über die weltweite Projektarbeit der DAHW, auch über die Problematik der Resistenzen, in der Blasiusgasse gegenüber der Kirche Neumünster.

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