DAHW-Büro Münster nicht erreichbar

Hochwasser in Münster Kinderhaus

Hochwasser behindert Arbeit der DAHW in Deutschland - Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in Münster ist weiterhin nicht erreichbar. Nach dem Unwetter mit Hochwasser von Montagabend waren Keller und Erdgeschoss des Büros überflutet. Wertvolles, auch historisch wichtiges Material wurde dabei zerstört, die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.


(Würzburg / Münster-Kinderhaus, 31. Juli 2014). Das Wasser ist abgepumpt, der Dreck ist aber noch da. Mehr als 20 Zentimeter hoch war das Erdgeschoss, in dem die DAHW ihr Münsteraner Büro hat, mit Wasser überflutet. Material, das im Keller sowie in zwei Garagen lagerte, ist komplett durchnässt.

Darunter befinden sich auch historisch wertvolle Akten zur Geschichte der Lepra und der DAHW. Zum Glück hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bereits angeboten, bei der Rettung des völlig durchnässten Materials zu helfen. Das benachbarte Lepra-Museum Kinderhaus war nicht vom Hochwasser betroffen.

Hochwasser im Keller und Treppenhaus des Büros MünsterKomplett unter Wasser stand das Informationsmaterial für Schulen und Spender, ein Ausstellungs-System, Schreibtische, Stühle, Schränke und andere Möbel sowie sämtliche Kommunikationsanlagen im Büro.

Die vielen Gruppen in Nord- und Westdeutschland, die sich ehrenamtlich für die DAHW engagieren, können ihre Ansprechpartner nicht erreichen. Lediglich mit ihren privaten Mobiltelefonen können die fünf DAHW-Mitarbeiter in Münster zumindest notdürftig Kontakt halten. Doch daneben wartet auf sie nun auch noch das große Aufräumen.

„Das Wasser hat den Schmutz bis in die kleinsten Ritzen gedrückt und verteilt, so etwas habe ich hier in Münster noch nie gesehen“, sagt Holger Hintz, der sich ansonsten um die entwicklungspolitische Bildungsarbeit kümmert.

DAHW-Mitarbeiter Franz Tönnes im überschwemmten Büro MünsterOb das beschädigte Material später wieder genutzt werden kann, weiß derzeit niemand. „Jetzt putzen wir erstmal gründlich, dann lassen wir alles trocknen, und danach prüfen wir, was wir noch verwenden können oder was eventuell neu angeschafft werden muss“, so das Fazit von Franz Tönnes, Betreuer der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, „für uns als Hilfswerk, das sich fast ausschließlich aus Spenden finanziert, ist das natürlich sehr bitter.“

Wann das Büro in Münster wieder einsatzbereit sein wird, ist derzeit noch unklar. Bis dahin ist die DAHW aber jederzeit über die Zentrale in Würzburg erreichbar.