DAHW: Gesundheitssysteme müssen gestärkt werden

"Deine Stimme gegen Armut“ sammelt Wünsche an den G8-Gipfel


(Würzburg, 27.6.2008) "Wir wünschen uns von der Bundeskanzlerin und den G8-Staaten mehr Einsatz gegen Infektionskrankheiten. Die Gesundheitssysteme in armen Ländern müssen gestärkt und neue Medikamente erforscht werden. Diese müssen den Armen zugänglich sein“, so DAHW-Geschäftsführer Jürgen Hammelehle.

Im Vorfeld des G8-Gipfels in Japan hat die Initiative "Deine Stimme gegen Armut“  Wünsche von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt, die ein Ende von Hunger und Armut fordern.  Am 3. Juli werden die Wunschzettel Dutzende von Bambusbäumen schmücken, die vor dem Bundeskanzleramt stehen. Nach einer japanischen Tradition sollen Wünsche in Erfüllung gehen, wenn sie an "Tanabata“, einen Bambusbaum gehängt werden. Am Nachmittag des  3. Juli werden Vertreter von "Deine Stimme gegen Armut“ und des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) dem Persönlichen Beauftragten der Bundeskanzlerin für den G8-Prozess, Staatssekretär Dr. Bernd Pfaffenbach, die Wunschzettel überreichen.

Vom 7. bis 9. Juli tagt der G8-Gipfel auf der japanischen Insel Hokkaido. Bei dem Treffen geht es um globale Themen, wie Klimawandel, Welthandel, die aktuelle Hungerkrise und die Probleme Afrikas. Bisher sind die G8-Staaten weit davon entfernt, ihre Versprechen von Gleneagles im Jahr 2005 und von Heiligendamm im Jahr 2007 einzulösen. So ist  etwa nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die weltweite Entwicklungshilfe im Jahr 2007 um 8,4 Prozent gesunken.

Der Gruppe der Acht (G8) gehören neben Deutschland die Vereinigten Staaten, Japan, Großbritannien, Kanada, Frankreich und Italien sowie Russland an.