DAHW hilft in zwölf indischen Fischerdörfern

Weitere Spenden werden dringend benötigt


(Würzburg, 5. Januar 2005) Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) leistet weiterhin Nothilfe in zwölf indischen Fischerdörfern im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. In sechs Dörfern, die bis zu 50 Kilometer von der Millionenmetropole Chennai (Madras) entfernt liegen, haben rund 36 000 Menschen die Flutwelle überlebt, aber alles verloren: ihre Häuser und ihren Hausrat, ihre Boote, ihre Fischernetze. "Wir haben als erste Hilfe Lebensmittel, Kochgeschirr und sauberes Trinkwasser geliefert“, berichtet Jayaraj T. Devadas, DAHW-Vertreter für Indien und Koordinator der DAHW-Hilfsmaßnahmen. Die Menschen stehen auch mehr als eine Woche nach der Katastrophe noch unter Schock und erhalten psychologische Hilfe.

Auch in Tuticorin an der Südküste geht die Hilfe für die Opfer der Flut wei-ter. Hier helfen die indischen DAHW-Partner in sechs Fischerdörfern mit 8.600 Menschen. Noch immer werden 42 Fischer vermisst. Ihre Häuser wurden einfach weggespült. Die Menschen werden zurzeit in Schulen und Kirchen mit dem Nötigsten versorgt.

Die Fischerdörfer entlang der indischen Südostküste wurden am stärksten von der Flutwelle getroffen: 90 Prozent der 25.000 Todesopfer in Tamil Nadu und Pondicherry sind Fischer. Mehr als 650.000 Menschen an der Küste sind obdachlos. 7.000 kleine Motorboote und 30.000 Fischerboote wurden zerstört oder schwer beschädigt. Die Küstenlinie hat sich durch die Flut um bis zu 100 Meter verschoben. Die Hilfsmaßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit indischen Regierungsstellen.

Sie haben die DAHW und andere Hilfsorganisationen gebeten, ihre Soforthilfe dort zu leisten, wo sie bereits Projekte haben. So besteht die Chance, die Hilfe schnell dahin zu lenken, wo sie am dringendsten benötigt wird. Die DAHW unterstützt in Chennai u.a. das Krankenhaus Gremaltes. Die DAHW wird sich auch am Wiederaufbau der zerstörten Dörfer beteiligen.

Die DAHW bittet um Spenden:
Spendenkonto 9696
bei der Sparkasse Mainfranken-Würzburg
BLZ 790 500 00
Stichwort: Seebeben

Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) wurde 1957 als Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk gegründet. Sie ist seit 1958 in Indien tätig. In den von der Flutkatastrophe betroffenen Bundesstaaten Tamil Nadu, Orissa, Kerala und Andhra Pradesh unterstützt die DAHW 36 soziale und me-dizinische Projekte für Kranke, Behinderte und Ausgestoßene.

DAHW-Mitarbeiter in Indien stehen Ihnen telefonisch für Interviews zur Verfügung.
Kontakt: Renate Vacker, Pressesprecherin, Tel.: (0931) 7948-132, renate.vacker@dahw.de