DAHW präsentierte sich im Landtag

Manfred Laendner

Infotag für Politiker mit dem "Eine Welt Netzwerk" Bayern


(Würzburg, im Oktober 2009). Insgesamt 94 Vereine, Gruppen und Initiativen haben den Politikern im bayerischen Landtag ihre Arbeit für „Eine Welt“ vorge-stellt. In diesem Rahmen konnte auch die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) hochkarätigen Besuch an ihrem Stand begrüßen.

Ministerpräsident Horst Seehofer, Staatsekretär Siegfried Schneider und die ent-wicklungspolitischen Sprecher der im Landtag vertretenen Parteien haben sich über die Arbeit der DAHW informiert. Allesamt zeigten sie sich beeindruckt vom Kampf gegen die Krankheiten der Armut wie Lepra, Tuberkulose, Buruli Ulcer und vielen weiteren Krankheiten, die in den reichen europäischen Ländern völlig unbekannt sind.

Dringend benötigte Zusagen über Forschungsmittel allerdings sind ausgeblieben. Kein Politiker wollte den Forderungen nach mehr staatlichen Investitionen in For-schung gegen diese Krankheiten nachkommen, obwohl dies die einzige Chance ist, diese Krankheiten überhaupt besiegen zu können. Die privatwirtschaftlich finanzierte Forschung konzentriert sich seit vielen Jahren fast nur noch auf die Krankheiten, für die es einen Markt in den reichen Ländern gibt.

Ein weiteres Thema war die Schaffung von Lebensgrundlagen für die Menschen in den ärmsten Regionen der Welt, beispielsweise durch die Verknüpfung von Fairem Handel mit der heimischen Landwirtschaft. Hier will Bayern genauso wie bei der Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung eine Vorreiterrolle einnehmen.

Dr. Thomas Goppel