DAHW schließt vorübergehend Büro im Südsudan

Leonore Küster mit Patienten in Südsudan

DAHW-Repräsentantin Leonore Küster mit Lepra-Patienten nahe Juba. Foto: Boixadós / DAHW

Internationale Mitarbeiter reisen nach Uganda aus


Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern erreichte die langjährige Repräsentantin der DAHW im Südsudan, Leonore Küster, Uganda. Sie wurde mit dem vom Auswärtigen Amt organisierten Evakuierungsflug ausgeflogen. Zurzeit hält sie sich in Deutschland auf.

(Würzburg, 27. Dezember 2013). „Es geht uns gut, wir sind in Sicherheit“, schrieb sie in einer E-Mail an die DAHW-Zentrale in Würzburg. Die DAHW hat ihr Büro in der südsudanesischen Hauptstadt Juba wegen der andauernden Konflikte und der damit verbundenen Gefahrenlage vorübergehend geschlossen. Bis auf weiteres werden sämtliche Aktivitäten eingestellt. Den Partnern vor Ort sind die Hände gebunden. Sobald es die Situation vor Ort erlaubt, werden Leonore Küster und ihr Team die Arbeit im Land wieder aufnehmen.

Schon in der Vergangenheit haben ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg und eine schlechte Infrastruktur die Lepra-Arbeit der DAHW, ihrer Partner vor Ort - dem nationalen Lepra-Kontrollprogramm, dem Malteser Hilfsdienst, den Comboni-Schwestern und der lokalen Partnerorganisation AAA - sowie den vielen engagierten lokalen Kollegen die Arbeit erschwert.

Mitarbeiter sind mit dem Fahrzeug der DAHW über die Grenze nach Uganda gefahren. „So konnten wir unsere Kollegen und wichtige Arbeitsgeräte in Sicherheit bringen“, sagt Küster, die seit vielen Jahren im Land lebt und arbeitet. Damit wurde alles, was für die Wiederaufnahme der Lepra-Arbeit benötigt wird, in Sicherheit gebracht. Unklar ist, wann die Arbeit im Südsudan weitergehen kann. Sobald es die Situation erlaubt, werden Leonore Küster und ihr Team wieder vor Ort sein. Bis dahin sitzen sie auf gepackten Koffern.