DAHW trauert um ihren Ehrenpräsidenten

Alois Poeschmann ist ehemaliger ehrenamtlicher Praesident der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe

DAHW trauert um ihren Ehrenpräsidenten, Alois Pöschmann. Foto: DAHW / Thomas Einberger

Alois Pöschmann war Manager mit Herz


(Würzburg, 28. Oktober 2010). Der Ehrenpräsident der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, Alois Pöschmann (73), ist nach langer Krankheit in der Nacht zum 14. Oktober gestorben. Die Beisetzung fand, seinem Wunsch entsprechend, im engsten Familienkreis statt. Alois Pöschmann hinterlässt Frau, zwei Kinder und drei Enkel.

Alois Pöschmann habe, so Gudrun Freifrau von Wiedersperg, die DAHW (früher Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk) als Schatzmeister und später als Präsident geprägt. Die DAHW-Präsidentin wies darauf hin, dass Alois Pöschmann mit seiner „Leidenschaft für die Schwachen“ und damit verbundenem persönlichen Einsatz für viele ein Vorbild gewesen sei. Menschen in der Einen Welt, in den vielen Projektländern der DAHW haben „einen Freund und Fürsprecher verloren“, so die Präsidentin. Die DAHW verdanke ihrem Ehrenpräsidenten viel und werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Alois Pöschmann, DAHW-Mitglied seit 1977, war 25 Jahre lang als ehrenamtlicher Schatzmeister für die Finanzen des Hilfswerkes zuständig. Darüber hinaus war dem studierten Elektro-Ingenieur immer die Nähe zu Mitarbeitern aber auch zu den Spendern wichtig, viele Kontakte hat er geschaffen und dann oft über Jahre hinweg persönlich gepflegt. Schon 1972 baute Alois Pöschmann als technischer Berater im Sudan ein Lepra-Zentrum auf. Von 2004 bis 2009 war er Präsident der DAHW. Als Industriemanager, zuletzt Länderchef für Zentraleuropa bei Philips Medical Systems, erschloss er der DAHW neue Kontakte. 2002 erhielt Alois Pöschmann für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für Menschen mit Lepra und Tuberkulose das Bundesverdienstkreuz. Beruflich war Alois Pöschmann, Manager mit Pilotenschein, oft in der Luft, flog von einem wichtigen Termin zum nächsten, aber privat war „abheben“ für ihn kein Thema.

Regionale Veranstaltungen wie der Gedächtnislauf und das Kinderfest in Würzburg lagen Alois Pöschmann besonders am Herzen. Nach dem Tsunami 2004 nahm er im Partnerschaftsbündnis „Den Fischern eine Zukunft“ regen Anteil an der Koordination des Hilfsprojekts der Stadt und des Landkreises Würzburg und reiste nach Indien, um sich ein Bild vom Ausmaß der Flutkatastrophe zu machen.

Alois Pöschmann wurde 1937 in Graslitz, heute Tschechien, geboren. Bald darauf übersiedelte die Familie nach Unterfranken. Würzburg blieb Lebensmittelpunkt, auch wenn die berufliche Laufbahn Alois Pöschmann nach Hamburg, Tschechien und in die Slowakei führte.

Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die DAHW hat sich Alois Pöschmann u.a. für die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und das Röntgen-Kuratorium Würzburg engagiert, dessen Gründungsmitglied er war.

 

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Jahresbericht 2009 - Ehrenpräsident Alois Pöschmann und Präsidentin Gudrun Freifrau von Wiedersperg

Ehrenpräsident Alois Pöschmann und Präsidentin Gudrun Freifrau von Wiedersperg

Papst Benedikt XVI. ueberbringt DAHW-Mitbegruenderin Irene Kober (rechts) und DAHW-Praesident Alois Poeschmann (Mitte) seine Glueckwuensche zum Jubilaeum

Papst Benedikt XVI. überbringt 2007 DAHW-Mitbegründerin Irene Kober (rechts) und Alois Poeschmann (Mitte) seine Glückwünsche zum 50jährigen Bestehen der DAHW.

Zum Auftakt des Kinderfestes 2007 überreichte Eberhard Schellenberger, Leiter Regionalstudio Mainfranken des Bayerischen Rundfunks, an Alois Pöschmann einen "Sternstunden-Scheck" in Höhe von 66.000 Euro.