Den Fischern eine Zukunft

Flutkatastrophe: Die DAHW hilft mit Würzburger Partnern beim Wiederaufbau an der Südspitze Indiens.


(Würzburg, 26.1.2005) Würzburg hilft: Die Deutsche Lepra  und Tuberkulosehilfe (DAHW) startet gemeinsam mit der Stadt Würzburg, dem Missionsärztlichen Institut Würzburg, den Claretiner Missionaren, der Gemeinschaft der Missionshelferinnen und der Zeitungsgruppe Main Post eine Partnerschaft für den Wiederaufbau an der südlichsten Spitze Indiens: im Distrikt Kanyakumari im Bundesstaat Tamil Nadu.

Auf Initiative der Oberbürgermeisterin, Dr. Pia Beckmann, wurde in den vergangenen Tagen das Netzwerk der genannten Organisationen geschaffen und die Einzelheiten der Hilfe besprochen. Alois Pöschmann, ehrenamtlicher Präsident der DAHW, war in der letzten Woche vor Ort. Bei den ausgesuchten Fischerdörfern handelt es sich um die Dörfer Muttam, Kelamanakud und Mellamanakudi mit etwa 1.500 betroffenen Familien.


Hilfe aus Würzburg gibt den Kindern neue Hoffnung. Fotos Jürgen Hammelehle

Oberbürgermeisterin Beckmann: "Nach der riesigen Hilfsbereitschaft der Deutschen für die unmittelbare Nothilfe und Erstversorgung zu spenden, geht es jetzt um eine langfristige Unterstützung. Wir kommen gerne der Aufforderung des Bundeskanzlers nach, eine regionale Partnerschaft zu übernehmen. Das in der Region gespendete Geld wird durch die Würzburger Organisationen ganz gezielt für den Wiederaufbau im Distrikt Kanyakumari eingesetzt."

Neben der Stadt Würzburg beteiligt sich auch der Landkreis Würzburg an der Partnerschaftsaktion und dem Spendenaufruf. Landrat Waldemar Zorn sagte seine volle Unterstützung zu. "Durch die Einbindung und die Zusammenarbeit mit den Würzburger Organisationen, die den Hilfebedarf erheben und den Einsatz der Mittel vor Ort überwachen, haben wir eine echte lokale Partnerschaft von Stadt und Landkreis mit den Dörfern vor Kanyakumari", zeigt sich Landrat Zorn überzeugt von der Zusammenarbeit.


Ein Fischer zeigt auf sein zerstörtes Boot.

Die meisten der Opferfamilien in den genannten Dörfern sind Fischer, die ihre Existenzgrundlage verloren haben. "Um den Menschen nun eine neue Perspektive zu geben, ist die Wiederbeschaffung der Ausrüstung für die ansässigen Fischer unerlässlich. Nur so können sie wieder auf eigenen Beinen stehen und ihren Lebensunterhalt selbst sichern", so Alois Pöschmann.

Für 1.000 Euro kann bereits ein Haus entstehen. 600 bis 800 Euro kostet ein Fischerboot mit Außenbordmotor, Netzen und Paddel. Darüber hinaus sollen auch der Wiederaufbau von Schulen bzw. der Schulbedarf der betroffenen Kinder sichergestellt werden.

Hierzu wird in den nächsten Tagen in den Dörfern die Bedarfsaufnahme der benötigten Hilfe abgeschlossen, um eine gemeinsame Koordination der Maßnahmen zu ermöglichen. Die Hilfsorganisationen stehen auch in engem Kontakt mit den staatlichen Behörden in Indien im Distrikt Kanyakumari, um die Würzburger Hilfsmaßnahmen und die staatlichen Hilfen aufeinander abzustimmen.


Die Flut hinterließ eine Ruinenlandschaft. 

Dankbar zeigte sich die Oberbürgermeisterin für das Engagement der Modefirma S. Oliver aus Rottendorf, die sich spontan bereit erklärte, diese lokale Partnerschaft mit einem größeren Betrag zu unterstützen. Auch andere Firmen haben bereits gute Ideen zur Unterstützung. So leisteten die Mitarbeiter der Firma Fahrzeugbau Hensel in Waldbrunn Extraarbeitsstunden und Inhaber Hensel kann insgesamt einen Betrag in Höhe von 2.500,00 Euro überweisen.

"Jede Aktion und jeder Beitrag zählt und das Geld wird direkt von den Würzburger Organisationen in den Wiederaufbau der Dörfer vor Kanyakumari investiert", versichert die Oberbürgermeisterin und bittet um Unterstützung der lokalen Partnerschaft von Stadt und Landkreis Würzburg.

Spendenkonto Nr. 33100
bei der Sparkasse Mainfranken
Bankleitzahl 790 500 00
Stichwort und Adressat "Fluthilfe Würzburg
"

DAHW-Mitarbeiter in Indien stehen telefonisch für Interviews zur Verfügung.

Kontakt: Renate Vacker, Pressesprecherin, Tel.: (0931) 7948-132, renate.vacker@dahw.de
Thorsten Beil, Pressereferent, Tel.: (0931) 7948-130, thorsten.beil@dahw.de

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