Der Entwicklungshelfer Manfred Göbel stellt sein neues Buch vor

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„Größer als Furcht ist die Liebe“ hinter diesem Titel verbirgt sich die Beschreibung eines abenteuerlichen Lebens im Kampf gegen die Lepra in Brasilien


(Würzburg, 10. Mai 2007) Der Entwicklungshelfer Manfred Göbel stellt am Freitag, 11. Mai 2007, um 19:30 Uhr im Falkenhaus Würzburg Marktplatz 9 Dauthendey-Saal (2. Stock) sein neues Buch vor. Darin beschreibt er sein abenteuerliches Leben als deutscher Krankenpfleger in Brasilien.

Mit dürftigem Gepäck und sozialrevolutionären Ideen im Kopf bricht der Eichstätter vor fast dreißig Jahren auf nach Brasilien, um dort als Entwicklungshelfer zu arbeiten. Seine Träume von einem alternativen Leben unter tropischer Sonne zerbrechen schnell an der Wirklichkeit. Der Gegensatz von Arm und Reich ist krass in dem riesigen Land. Korruption, Gewalt und Ungerechtigkeit prägen die brasilianische Gesellschaft, und am untersten Rand vegetieren die Leprakranken, ausgestoßen von ihren Familien, gejagt von der Polizei und verschmäht von den Ärzten.

Manfred Göbel soll für die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in der Region Mato Grosso ein Netz von ambulanten Gesundheitsstationen aufbauen, die die Leprakranken versorgen. Der ausgebildete Krankenpfleger überwindet seine Angst vor Ansteckung, trotzt den Schwierigkeiten des brasilianischen Alltags und ignoriert Morddrohungen.

Wenn er heute Bilanz zieht, kann er auf mehr als 70.000 geheilte Leprapatienten verweisen. Seit den 1990er Jahren versorgt er mit seinem Team außerdem Tuberkulosekranke. Manfred Göbel ist in Brasilien heimisch geworden, hat dort geheiratet – eine Ärztin und Lepraexpertin – und mit ihr zwei Kinder. Und er hat zurück zum Glauben gefunden, der Basis, die ihn trägt und stärkt.

Sein Buch "Größer als Furcht ist die Liebe – mein Einsatz gegen Lepra“ ist im Herder Verlag erschienen (224 Seiten, gebunden, 19,90 Euro)